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	<title>Widerspiegel</title>
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	<description>Reflektiertes aus dem Klassenzimmer. Ein Lehrerblog von Martin Kurz.</description>
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		<title>Nachlese zum Educamp 2011 in Bielefeld #ecbi11</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 18:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[ecbi11]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Inhalte]]></category>
		<category><![CDATA[OER]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein erstes Educamp habe ich hinter mir. Ich nahm am Educamp &#38; Schulforum Bielefeld 2011 teil. Die Teilnahme war längst überfällig. Das habe ich daran bemerkt, dass ich viele Menschen aus der Edu-Blogger/Bildungs-Twitter-Szene getroffen habe, die ich aus dem Netz schon irgendwie kannte. Alleine diese &#8211; ich kann es nicht anders ausdrücken &#8211; tollen Leute [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=650&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein erstes Educamp habe ich hinter mir. Ich nahm am <a href="http://educamp.mixxt.de" target="_blank">Educamp &amp; Schulforum Bielefeld 2011</a> teil. Die Teilnahme war längst überfällig. Das habe ich daran bemerkt, dass ich viele Menschen aus der Edu-Blogger/Bildungs-Twitter-Szene getroffen habe, die ich aus dem Netz schon <a href="https://plus.google.com/u/0/103158980383343413230/posts/VBm1ftdeGfB" target="_blank">irgendwie kannte</a>.<span id="more-650"></span></p>
<p>Alleine diese &#8211; ich kann es nicht anders ausdrücken &#8211; tollen Leute zu treffen war die Reise wert.</p>
<p>Aber es ging inhaltlich um verschiedene Themen (Sessions) rund um Bildung. Ich möchte meine ersten Gedanken dazu ausdrücken &#8211; vieles ist in mir angestoßen worden und &#8222;arbeitet&#8220; in mir.</p>
<p><strong>Eine Vision: die neue Lernkultur</strong></p>
<p>Verschiedene Personengruppen trafen aufeinander. Es gab (Schul-)Lehrer, Hochschullehrer und -mitarbeiter, Sozial- und Medienpädagogen, Studenten, Fortbildner, Fernstudienleiter, Bildungswissenschaftler, Dozenten der Erwachsenenbildung und noch ein paar andere Gruppen. In meiner groben Wahrnehmung unterschieden sie sich bezüglich ihres Klientels und ihres &#8211; ich sage mal &#8211; Praxisbezuges. Klar, ob ich Bildung bei Erwachsenen, kleinen, großen oder benachteiligten Kindern anstrebe ist für die Themenwahl ganz wichtig. Aber auch der Grad der &#8222;Politisierung&#8220; des Bildungsbegriffes war von mir unterschiedlich wahrgenommen.Den einen war das Grundsätzliche ganz wichtig &#8211; anderen, und zu denen gehöre ich auch, waren konkrete Lösungen in Schule, Hochschule oder konkreten Einrichtungen auf der Agenda. Die einen möchten Noten und das mehrgliedrige Schulsystem abschaffen (kann ich verstehen, Forderungen bringen aber nix), andere den eigenen Unterricht/Kurs/Studiengruppe verändern. Mein Fazit dazu: es muss konkret werden. Eine Vision muss vorhanden, gehätschelt, verändert und kommuniziert werden, aber ein praktischer Schritt in diese Richtung muss gegangen werden.</p>
<p>Eine Frage an mich und alle, denen eine &#8222;neue Lernkultur&#8220; auf dem Herzen liegt, kann sein: was kann ich selbst dafür tun?Meine eigene Antwort lautet dafür: an meiner eigenen Schule viele kleine Reformen und Projekte anleiern und durchziehen, meinen Job gut machen, den eigenen Unterricht so gestalten, dass ich darauf (ein bisschen zumindest) verweisen kann. Schülern, Eltern und Kollegen helfen. Bloggen, damit diese Dinge bekannter werden, politischer positiver Druck aufgebaut wird. Steter Tropfen höhlt den Stein.</p>
<p><strong>Freie Bildungsmedien &#8211; #OER</strong></p>
<p>Es gilt nun, angestoßen durch den Schultrojaner, freie Bildungsmedien zu fördern, selbst erstellen, darüber aufzuklären, sich zu vernetzen. Torsten Larbig hat dazu einen <a href="http://herrlarbig.de/2011/11/23/oer-frei-bildungsmedien-das-netzwerk-entsteht-schultrojaner-ecbi11/" target="_blank">hervorragenden Fahrplan </a>erstellt und da klinke ich mich voll ein. Als Physik- und Mathematiklehrer, der mit interaktiven Whiteboards arbeitet, ist es mir ein Herzensanliegen hier voranzukommen und mein Scherflein beizutragen. (Wozu ich mich verpflichtete, steht in dem verlinkten Artikel <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) Ich kann aber auch nur wieder hinweisen, dass die Forderung von Gunter Dueck nach einem echten Entwicklungssprung rund um freie Bildungsinhalte den Grundgedanken treffend beschreibt. Ich empfehle zum Beispiel <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Optk-gYgFo8&amp;list=PL4B61AF3724FFCB15">dieses Video.</a> Ich erlaube mir mal Duecks Vortragsfolie (bei Minuten 5:48) zu veröffentlichen:</p>
<div id="attachment_654" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/11/24/nachlese-zum-educamp-2011-in-bielefeld-ecbi11/gunter_dueck_bildung/" rel="attachment wp-att-654"><img class="size-medium wp-image-654" title="gunter_dueck_bildung" src="http://widerspiegel.files.wordpress.com/2011/11/gunter_dueck_bildung.png?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">http://www.youtube.com/watch?v=Optk-gYgFo8&amp;list=PL4B61AF3724FFCB15</p></div>
<p>Und wie bei der motivierenden Rede von Dueck, wie auch bei dem konkreten Projekt eines deutschsprachigen Netzwerks zu freien Bildungsmedien, dass am 20.11.2011 in Bielefeld geboren wurde (4 Sessions auf dem Camp hintereinander) geht es darum Bildung auf eine weitere Stufe/Ebene zu heben. Ich glaube daran.<br />
Richtig wohltuend und ganz in meinem &#8222;Sinnen und Trachten&#8220; hat Torsten Larbig am Ende jeder Session alle Teilnehmer abgefragt (ja, ja, die Lehrer) und notiert: Was tust du konkret, wozu verpflichtest du dich praktisch? Was ist deine Tat?</p>
<p><strong>Vollziehe einen Schritt in Richtung deiner (Bildungs-)Vision, auch wenn er noch so klein ist.</strong></p>
<p>Diese Aufforderung verweist auf eine Phase in der Bildungswelt im Jahr 2011, in der Visionen und wissenschaftliche Konzepte hinreichen formuliert sind. Politiker sind ahnungslos, Lehrer, Eltern und Schüler am Schulalltag verzweifelt und für alle gilt: Zeigen wir durch unser Tun eine neue Lernkultur auf. Lamentieren nützt nichts, wir &#8211; insbesondere die Professionellen &#8211; müssen in Vorlage treten. Irgendwann ziehen Politik (Kultusministerien, Politiker) und Finanzierungsmöglichkeiten mit und unterstützen bei Erfolg das Neue. So läuft es immer.</p>
<p><strong>Lernen mit Portfolios</strong></p>
<p>Am Freitag im Schulforum nahm ich an einem Workshop über Portfolio-Arbeit teil. Die Praxisbeispiele waren sehr anregend und hilfreich, ich habe die Form des elektronischen Portfolios, des E-Portfolios vermisst. Ich nehme vom Workshop aber mit, dass sich jegliche Portfolioarbeit, auch kleinste Ansätze mit Papier und Stift, lohnen. Vieles wird in modernem und handlungsorientierten Unterricht gemacht, aber nicht Portfolio genannt. Es ist somit nur noch ein kleiner Schritt aus den guten &#8222;Produkten&#8220; des Unterrichts ein Portfolio zu bilden. Und zuletzt ein Tipp: einen guten Einstieg in Portfolioarbeit habe ich bei <a href="http://themenwochen-online-lernen.blogs.rpi-virtuell.net/2008/09/15/portfolio-und-eportfolio/" target="_blank">rpi-aktuell von Julja Born</a> gefunden.</p>
<p><strong>Kooperatives Lernen</strong></p>
<p>Praktiziere ich schon (aber nicht durchgehend). Es war aber gut nochmals einen Workshop dazu zu besuchen, um sich an Prinzipien, Strukturen und Methoden zu erinnern. Ohne auf die<a href="http://www.kooperatives-lernen.de/dc/CL/index.html" target="_blank"> Inhalte kooperativen Lernens</a> einzugehen gefiel mir der Einwand eines Kollegen, der sich echauffierte  die propagierte Materialknappheit zu akzeptieren. Anders ausgedrückt: es ist wichtig als standarisiertes Tütensuppenrezept bestimmte Vorgehensweisen einzuüben, aber genauso wichtig ist es nichts zum absoluten Prinzip zu erheben. Der Meisterkoch braucht kein Rezept. Der Superpädagoge auch nicht (&#8222;Spaß&#8220; würden jetzt meine Schüler hinterher schieben, ich bin nicht so super).</p>
<p>Mein Fazit zum Kooperativen Lernen: Schalte vor jeder Partner- oder Gruppenarbeit eine kleine Phase der Einzelarbeit ein, damit die Schüler sich durch Nachdenken aktivieren und dann erst gemeinsam eine Aufgabe mit ihrem Partner oder ihrer Gruppe lösen. Gehen Schüler gleich in Partner- oder Gruppenkonstellationen haben sie sich noch nicht mit dem Stoff beschäftigt. Dann arbeitet häufig ein Schüler für die anderen. Idealerweise sind die Aufgaben an die Paare oder Gruppen auch so gestellt, dass das Zusammenarbeiten irgendwie Sinn macht. Könnte man die Aufgabe auch gut alleine lösen ist es schwierig die Motivation zur Zusammenarbeit aufrecht zuhalten.</p>
<p><strong>Mein Resümee zum Educamp </strong></p>
<p>Ganz generell: ein Educamp lohnt sich, ich zehre davon. Es motiviert mich, hält meine Vision aufrecht, gibt Impulse und es formen sich konkrete Projekte für gemeinsame Weiterarbeit (z. B. #OER). Genauso wichtig sind die persönlichen Kontakte, das Netzwerk zu Menschen mit ähnlichem oder gleichen Konzept von Bildung. Ich bin froh, dass ein Educamp im Kern an einem Wochenende stattfindet, ja selbst die Teilnahme von nur einem Tag lohnt sich. So freue ich mich auf das nächste Educamp im Frühjahr 2012, ich bin dabei.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/reflexion/'>Reflexion</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/ecbi11/'>ecbi11</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/freie-inhalte/'>Freie Inhalte</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/oer/'>OER</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/650/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/650/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=650&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Guter Unterricht für lau</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 16:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Guter Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildquelle. Mein Job als Schulleitungsmitglied (Zweigleiter) und Lehrer macht mir viel Spaß. Ich gehe gerne in die Schule und liebe es zu unterrichten. Und für&#8217;s Protokoll: Ich bereite meinen Unterricht vor, auch wenn ich meine Fehler im Unterricht zugebe. So sehr ich meinem Ideal von gutem Unterricht auch anstrebe, so schwierig ist es im Alltag: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=636&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/perkinsy/6331146378/">Bildquelle</a>. Mein Job als Schulleitungsmitglied (Zweigleiter) und Lehrer macht mir viel Spaß. Ich gehe gerne in die Schule und liebe es zu unterrichten. Und für&#8217;s Protokoll: Ich bereite meinen Unterricht vor, auch wenn ich meine <a title="Meine schönsten Fehler im Unterricht – Teil 1" href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/21/meine-schonsten-fehler-im-unterricht-teil-1/">Fehler im Unterricht</a> zugebe. So sehr ich meinem Ideal von <a title="Guter Unterricht" href="http://www.staff.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/9290.html" target="_blank">gutem Unterricht</a> auch anstrebe, so schwierig ist es im Alltag: </p>
<p><span id="more-636"></span></p>
<p>Da ich mich meist nachmittags um Schulleitungsaufgaben kümmere (und nicht durchs Bloggen wie gerade jetzt ablenke), bleibt mir nur wenig Zeit meinen Unterricht vorzubereiten. Ich stelle mich in den Reigen aller Kollegen, die zu Recht sich darüber beschweren, dass viele Verpflichtungen in Schule zu viel Zeit einnehmen.</p>
<p>Gut, ich kann weiter jammern oder mir ein paar Dinge überlegen, die bei geringem Zeitkontingent (also hoher Effizienz) ein Maximum an Effektivität für &#8222;guten Unterricht&#8220; bewirken. Oder anders gefragt: welche Instrumente bzw. Faktoren sind dafür ausschlaggebend, dass Unterricht im Sinne von &#8222;Kriterien für guten Unterricht&#8220; nachhaltig verläuft, zufriedene Schüler, Eltern und Lehrkräfte &#8222;erzeugt&#8220;?</p>
<p>Was beeinflusst Unterricht, das nicht in eine 2-stündige Vorbereitung für eine Unterrichtsstunde mündet? Gibt es Dinge, dich nichts oder nur sehr wenig Zeit kosten? Ich möchte alle Tätigkeiten zwischen 0 und unter 5 Minuten dort einordnen. Solche Dinge definiere ich mal: &#8222;geschenkt&#8220;, bekomme ich für lau.</p>
<p>Hier ist meine (unvollständige) <strong>Hitliste</strong> für &#8222;guten Unterricht für lau&#8220;:</p>
<ul>
<li><strong>Gute Laune</strong>. Ist schwierig, aber sehr effektiv. Heute habe ich den Unterschied deutlich gemerkt. In einer Lerngruppe hatte ich schlechte Laune, ich habe mich über das Zuspätkommen einiger Schüler geärgert. In der anderen Lerngruppe danach hatte ich gute Laune. Da war &#8222;Flow&#8220;, da lief der Unterricht, er machte sichtlich den Schülern und mir Spaß. Irgendwie habe ich mich zwischendurch &#8222;resettet&#8220;. Dies ist schwierig, geht auch nicht immer, lohnt sich aber. Die einfache Frage: &#8222;Warum ärgere ich mich denn jetzt?&#8220; bzw. die bewußte Entscheidung locker zu bleiben, sich eben nicht zu ärgern kann zum Reset helfen. Wie gesagt, kann.</li>
<li><strong>Begeisterung</strong>. Ist mit der guten Laune verwandt. Es sind Ich-Botschaften des Lehrers, der Begeisterung für das eigene Fach zeigt. Man muss nur mal einen Satz anfangen mit &#8222;An Mathe begeistert mich &#8230;&#8220; oder &#8222;Richtig spannend finde ich &#8230;&#8220;.</li>
<li><strong>Unerwartetes</strong>. Auch nicht leicht, aber immer sehr spannend: Es bedarf eine Portion Kreativität, einige wenige Minuten der Überlegung, aber ich überrasche meine Schüler gerne. Das meine ich jetzt nicht sehr dramatisch. Auch wenn Rituale richtig und wichtig sind, gibt es immer wieder Elemente, die Schüler überraschen, in der es wichtig ist nicht völlig vorhersehbar zu sein. Ein Beispiel? Ich rufe zu irgendeinem Wettbewerb zum Anfang des Unterrichts auf. Die beste Frage im Unterricht wird von mir gesucht und am Ende gewürdigt. Und wie geschieht das? Die Frage wird vor den Augen der Schüler getwittert. (O. k, hab&#8217; ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber.)</li>
<li><strong>Handlungsorientierung</strong>. Dies muss sehr häufig nicht vorbereitet werden. Werden gerade viele Aspekte oder Fachbegriffe von mir besprochen und die Schüler stöhnen, nehme ich das Tempo etwas raus und fordere sie auf zu den Wust an Begriffen eine Mindmap zu erstellen. Die besten werden durch meine Webcam bzw. der vorhandenen Dokumentenkamera den anderen vorgestellt und gewürdigt. Ein schönes Beispiel, mit Mindmap-Einsatz dazu hat <a href="http://frlrot.wordpress.com/2011/11/08/soll-und-ist-zustand-der-schule/" target="_blank">Frl. Rot in ihrem Blog gegeben</a> (Nebenbei mein erklärtes aktuelles Lieblings-Blog!)<br />
Sind wir in Physik am Experimentieren, gebe ich Raum zu &#8222;Varianten&#8220;. <strong>Spielen</strong> ist erlaubt, die Schüler dürfen mit dem Versuchsmaterial sich weitere Versuche ausdenken und durchführen. Am Ende wird auch eine schöne Variante den anderen präsentiert. In Mathe können sich Schüler paarweise eigene Aufgaben ausdenken und gegenseitig stellen. Wichtig ist der Raum zum eigenen Handeln.</li>
<li><strong>Klarheit und roter Faden</strong>. Recht banal, aber es bereitet die Lerngruppe auf den Unterricht vor und klärt Erwartungen. Ich erzähle am Anfang der Stunde kurz den Schülern, was von mir geplant ist, was eingeführt und was geübt werden muss. Auch zeitliche Vorstellungen werden dabei gegeben. Geschickterweise lasse ich offen, ob wir die letzte Phase diese Stunde schaffen oder nicht. Dadurch bleibt die Stunde flexibel. Leider bin ich nicht immer konsequent, aber eine kleine (spontane) <strong>Checkliste</strong> von Stichworten an der Tafelseite ist dabei hilfreich. Bei jeder Phase kann dann ein Punkt abgehakt werden.</li>
<li><strong>Anschaulichkeit</strong>. Ganz vieles wird durch Worte oder Texte erarbeitet. Die Suche nach einem Foto oder einer Grafik kostet meist nur eine Minute. Ein Bild zum Thema fokussiert das Denken und fördert die Erarbeitung. Rede ich zum Beispiel davon, dass Elektronen in metallischen Leitern recht langsam fließen, zeige ich ein Foto eines Fahrzeug-Staus. Selbst wenn unerwartete Fragen im Unterricht auftauchen gibt eine moderne IT-Ausstattung in der Schule die Möglichkeit vieles spontan durch Bilder oder Videos zu veranschaulichen. Letzteres is<img class="size-full wp-image-639  alignright" style="border-color:initial;border-style:initial;" title="stau_klein" src="http://widerspiegel.files.wordpress.com/2011/11/stau_klein.jpg" alt="http://www.flickr.com/photos/riverdaleto/420615009/" width="216" height="162" />t sicher nicht immer möglich.</li>
</ul>
<p>So weit ein paar &#8222;Zutaten&#8220; für den guten Unterricht. Was mir selbst auffällt ist, dass die meisten Impulse oder Ideen nicht die klassische Intelligenz (IQ) von der Lehrkraft fordern (nun, ein wenig schon, zum Beispiel die Klarheit). Die meisten Zutaten für lau sind Dinge, die auf eine hohe Emotionale Intelligenz (EQ) und Kreative Intelligenz (CQ) beruhen. Diese Begriffe gebrauche ich nach Gunter Duecks Buch &#8222;Professionelle Intelligenz&#8220;. Eine kleine Auflistung dieser Intelligenzen gab ich in einem <a href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2011/10/23/mitgenommen-von-und-aus-duecks-leidenschaft-2-0/" target="_blank">Artikel von Monika König</a>. Aber gerade diese Aspekte machen für mich guten Unterricht aus.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/reflexion/'>Reflexion</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/guter-unterricht/'>Guter Unterricht</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/636/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=636&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Freie Inhalte im Bildungswesen statt Kampf mit einem Schultrojaner</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 18:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schultrojaner]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildquelle. Seit ich heute morgen die erste Meldung über einen Schultrojaner bei Netpolitik.org gelesen habe (siehe zusätzlich das Update von Netpolitik.org) konnte ich lange die Meldung nicht ernst nehmen und glaubte an eine Zeitungsente. Dem ist nicht so. Ein Blick in das Originaldokument des Vertrages zwischen den Schulbuchverlagen und Verwertungsgesellschaften und den Ländern (veröffentlicht von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=618&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/maha-online/539452622/" target="_blank">Bildquelle</a>. Seit ich heute morgen die erste Meldung über einen <a href="http://netzpolitik.org/2011/der-schultrojaner-eine-neue-innovation-der-verlage/" target="_blank">Schultrojaner bei Netpolitik.org</a> gelesen habe (siehe zusätzlich das <a href="https://netzpolitik.org/2011/update-zum-schultrojaner/" target="_blank">Update</a> von Netpolitik.org) konnte ich lange die Meldung nicht ernst nehmen und glaubte an eine Zeitungsente. Dem ist nicht so. Ein Blick in das <a href="http://netzpolitik.org/wp-upload/20110615gesamtvertragtext.pdf" target="_blank">Originaldokument</a> des Vertrages zwischen den Schulbuchverlagen und Verwertungsgesellschaften und den Ländern (veröffentlicht von netpolitik.org) belehrte mich eines besseren.<span id="more-618"></span></p>
<p>Im § 6, Abs. 4 im Vertrag heißt es:</p>
<pre>"Die Verlage stellen den Schulaufwandsträgern sowie den kommunalen und privaten
Schulträgern auf eigene Kosten eine Plagiatssoftware zur Verfügung, mit welcher
digitale Kopien von für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werken auf
Speichersystemen identifiziert werden können. Die Länder wirken – die technische
und datenschutzrechtliche Unbedenklichkeit der Software vorausgesetzt – darauf hin,
dass jährlich mindestens 1 % der öffentlichen Schulen ihre Speichersysteme durch
Einsatz dieser Plagiatssoftware auf das Vorhandensein solcher Digitalisate prüfen
lässt."</pre>
<p>Wenn in <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/150735" target="_blank">Artikeln wie bei Heise</a> vom &#8222;inflationären Gebrauch&#8220; des Begriffs &#8222;Schultrojaners&#8220; gewarnt wird, halte ich den Begriff für angemessen. Die Plagiatssoftware &#8211; wie sie genannt wird &#8211; muss  Dateien von Lehrern in einem Schulnetzwerk heimlich scannen &#8211; ansonsten wäre alles technisch Makulatur.</p>
<p>So weit die Aufregung in Twitter (#schultrojaner ist unter den Top Ten der Trends) und Blogs. Ist klar, ich rege mich auf. Im übrigen glaube ich nicht, dass diese vereinbarte Maßnahme umgesetzt wird. Zu groß sind datenschutzrechtliche Bedenken und Risiken. Das ganze Vorhaben wird durch meiner Einschätzung nach einkassiert und nicht umgesetzt.</p>
<p>Der ganze Hype zu dieser Meldung ist zunächst einmal richtig. Aber ein anderer Gedanke reift in mir heran. Der Kampf gegen einen möglichen Schultrojaner erinnert mich an ein Herzensanliegen, das in den letzten Monaten in mir gewachsen ist:</p>
<p>Ich wünsche mir sehnlichst mehr <strong>freie Inhalte im Bildungswesen</strong>. Ähnlich dem Grundprinzip der &#8222;freien Software&#8220; (bzw. dem Open-Source-Gedanken) sollten diese frei verfügbar sein. Dabei sind die, ich sage mal Randbedingungen wichtig: die Inhalte sollten</p>
<ul>
<li>leicht auffindbar,</li>
<li>strukturiert,</li>
<li>inhaltlich geprüft,</li>
<li>als frei gekennzeichnet und</li>
<li>in hoher didaktischer Qualität</li>
</ul>
<p>verfügbar sein. Die Aufzählung ist noch lange nicht umfassend. Sie ist ein erster Gedanke von mir.</p>
<p>Innovative Umsetzung in verschiedenen Darstellungsformen, egal ob es</p>
<ul>
<li>Videos,</li>
<li>Screencasts,</li>
<li>interaktive Lernprogramme,</li>
<li>Texte,</li>
<li>Bilder,</li>
<li>Übungen,</li>
<li>E-Books,</li>
<li>Wiki-Strukturen,</li>
<li>mobile Apps,</li>
<li>Kurse (u. a. Moodle),</li>
<li>Scorm-Module,</li>
<li>Lernkarten,</li>
<li>Prezis,</li>
<li>Simulationen</li>
</ul>
<p>oder noch zu entwickelnde Web 2.0-Anwendungen sind, sie sollten zumindest zentral auffindbar und für die Mehrheit der Lehrer (die zumindest keine Berührungsängste mit Computern haben) benutzbar sein. Das, was <strong>Gunter Dueck</strong> in seinem Buch <a href="http://www.eichborn.de/buecher/kategorie/wirtschaft/titel/professionelle_intelligenz/" target="_blank">Professionelle Intelligenz</a> fordert oder in seinen Vorträgen und Interviews zur Diskussion stellt, zum Beispiel in diesem aufgenommen Youtube-Video von der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Optk-gYgFo8" target="_blank">TEDxRhein-Neckar: Bildung und Mensch im digitalen Zeitalter (2010)</a>. Ich gebe gerne zu, dieses Video hat mich inspiriert.</p>
<p>Viele Pädagogen in Schule und Hochschule stellen freie Inhalte ins Netz. Ich bemühe mich da auch. Aber die Inhalte sind verstreut, meist gar nicht als frei gekennzeichnet, nicht alles ganz richtig und (auch meine Inhalte) nicht wirklich aktuell. Es ist eine Kunst für den Kollegen sich in diesem Dickicht zurechtzufinden. Wie Dueck es fordert hoffe ich darauf, das es irgendwie gelingt &#8211; ich weiß nicht einmal durch wen &#8211; ein zentrales &#8222;Verzeichnis&#8220; für freie Inhalte in höherer Qualität als in der Gegenwart vorhanden zu etablieren. Ich träume von solch einem  zentralen &#8222;Verzeichnis&#8220; freier Inhalte im Bildungswesen (u. a. für vorschulische Einrichtungen, Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung). Ich bin mir nicht sicher, ob der Aufbau durch staatliche Impulse, Aktionen aus den Einrichtungen des Bildungswesens oder einfach durch die Gemeinschaft vieler Pädagogen und Wissenschaftlern möglich ist. Vieles entsteht ja auch. Projekte für offene Schulbücher wie bei <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Wikibooks:Offene_Schulb%C3%BCcher" target="_blank">Wikibooks</a> sind ja genau solche Schritte in die richtige Richtung. Soweit die Beschreibung einer (etwas unausgegorenen) Vision, die ich sicherlich mit vielen teile.</p>
<p>Zurück zur Ausgangssituation, der Meldung über einen möglichen Schultrojaner: Die oben erwähnte Vereinbarung zwischen den Verlagen und den Ländern zeigt, wie altes Denken in den Köpfen vorherrscht: Schütze den Verlag, unternimm Maßnahmen um das Kopieren aus Schulbüchern zu unterbinden, etabliere ein System das bestraft und verfolgt. Solche Maßnahmen können nicht gut gehen, sie ärgern und nützen niemandem, auch nicht den Schulbuchverlagen. Das Beispiel der Musikindustrie steht mir vor Augen. Den (krampfhaften) Schutz des Papierbuchs werden Verlage nicht gewinnen können.</p>
<p>Frei zugängliche Inhalte im Bildungswesen &#8211; das wär&#8217;s.</p>
<p>Weitere, sehr lesenswerte Blog-Artikel:</p>
<ul>
<li><a href="http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/" target="_blank">http://herrlarbig.de/2011/11/01/betreff-schultrojaner-liebe-schulbuchverlage/</a></li>
<li><a href="http://riecken.de/index.php/2011/11/riecken-und-die-verlage-teil-3/" target="_blank">http://riecken.de/index.php/2011/11/riecken-und-die-verlage-teil-3/</a></li>
</ul>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie schwache Schüler besser werden</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/10/24/wie-schwache-schuler-besser-werden/</link>
		<comments>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/10/24/wie-schwache-schuler-besser-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 17:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstandards]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Self-fulfilling Prophecy]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://widerspiegel.wordpress.com/?p=600</guid>
		<description><![CDATA[Bildquelle. Ich denke viel darüber nach, wie ich meine Schüler fördern kann und aus schwachen Schülern bessere werden. Das ist mir ein Herzensanliegen. Wenige meiner Schüler denken, dass ein Lehrer gerne schlechte Noten vergibt &#8211; das ist eine verzerrte Wahrnehmung und auf mich bezogen falsch. Das Erreichen eines bestimmten Niveaus Bildungsstandards ist mir wichtig. Davon abgesehen &#8211; [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=600&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="http://www.flickr.com/photos/theartdontstop/4932833122/" href="http://www.flickr.com/photos/theartdontstop/4932833122/" target="_blank">Bildquelle</a>. Ich denke viel darüber nach, wie ich meine Schüler fördern kann und aus schwachen Schülern bessere werden. Das ist mir ein Herzensanliegen. Wenige meiner Schüler denken, dass ein Lehrer gerne schlechte Noten vergibt &#8211; das ist eine verzerrte Wahrnehmung und auf mich bezogen falsch. Das Erreichen eines bestimmten <del>Niveaus</del> Bildungsstandards ist mir wichtig. Davon abgesehen &#8211; schwache Schülerleistungen fallen auf mich zurück, zumindest wenn ich meine Schüler länger als zwei Jahre unterrichte.<span id="more-600"></span></p>
<p>Ich habe auch eine Methode angewendet, die viele Kollegen anwenden: die der &#8222;<strong>self-fulfilling prophecy</strong>&#8222;, die der &#8222;selbsterfüllenden Prophezeiung&#8220;. Das diese &#8211; ich spreche von einer Methode &#8211; wirksam ist haben psychologische Untersuchungen gezeigt. (Ein Sprungbrett für interessierte Leser ist der entsprechende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung" target="_blank">Wikipedia-Artikel</a>.)</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen: die plumpe Methode einem Schüler zu sagen: deine Leistung hat sich gesteigert, jetzt bist du besser geworden, funktioniert nicht. Das wird schnell vom Schüler bzw. den Mitschülern durchschaut. Nein, eine &#8222;self-fulfilling prophecy&#8220; muss vorbereitet werden.</p>
<p>Welche <strong>Prinzipien</strong> greifen? Nach meiner Erkenntnis sind es folgende:</p>
<ul>
<li>Der Realität ins Auge sehen,</li>
<li>Menschen da abholen, wo sie stehen,</li>
<li>Hilfen geben,</li>
<li>Loben,</li>
<li>Selbstbewusstsein aufbauen</li>
<li>eine persönliche Beziehung aufbauen und</li>
<li>Vorschuss-Lorbeeren geben.</li>
</ul>
<p>Wie funktioniert es im schulischen Alltag? Ich benenne das Vorgehen nach bestimmten Phasen. Wichtig ist bei meiner Beschreibung, dass ich den einzelnen Schüler anspreche (auch mehrere in einer Klasse zeitgleich), nicht die ganze Klasse. Das funktioniert mit Einschränkung zwar, jedoch ist die Anwendung der Methode auf den einzelnen Schüler effektiver. Ich unterscheide folgende Phasen:</p>
<ol>
<li><strong>Die Stunde der Wahrheit</strong><br />
Der Schüler bekommt von mir <strong>gespiegelt</strong>, wie dramatisch schlecht es um seine Leistung und damit Fachnote steht. Dies muss stimmen und eine ehrliche Selbsterkenntnis ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Scheinbar &#8222;demontiere&#8220; ich den Schüler, dies betrifft zunächst sein Luftschloss, das er gebaut hat. Beispiel: &#8222;<em>Stefan, du stehst mündlich und schriftlich auf einer Fünf, ich mache mir echte Sorgen um dich</em>.&#8220; Ich gehe davon aus, dass ansonsten ein normales Vertrauensverhältnis besteht, d. h. es gibt keinen emontionalen Konflikt zwischen mir und dem Schüler.</li>
<li><strong>Die Botschaft kommt an<br />
</strong><strong>Pause</strong>. Diese ist wichtig. Zwei Unterrichtsstunden bzw. zwei Tage ist nichts weiter zu tun. Die Hiobsbotschaft sacken lassen. Ist die Botschaft nicht angekommen kann ein Gespräch, etwa telefonisch, mit den Eltern wahre Wunder vollbringen.</li>
<li><strong>Ein unerwarteter Erfolg</strong><br />
Der Schüler bekommt &#8211; selten genug &#8211; einen individuellen <strong>Lerntipp</strong> von mir. Dieser ist meist banal. Entscheidend ist die individuelle Ansprache. Zum Beispiel: &#8222;<em>Rechne diese leichtere Aufgabe, wiederhole sie und rechne sie gleich ein zweites Mal. Du musst die andere Aufgabe nicht rechnen.</em>&#8220; Oder, je nach Schülertyp (z. B. beim fleißigen, stillen Typ) bekommt er die Vorankündigung, dass er gleich das Ergebnis oder einen Ansatz einer mathematischen Aufgabe vor der Klasse (!) sagen muss. Wichtig ist, dass ich ein minimales<strong> Erfolgserlebnis</strong> initiiere. Notfalls muss, wenn es nicht klappt ein zweiter Anlauf gestartet werden. Und nicht zu vergessen ist, dass das Ereignis vom Schüler als Erfolg gesehen wird. Nicht aus der Sicht des Lehrers. Wenn dies alles schwierig ist fordere ich starke Aufmerksamkeit. Dies können &#8211; für kurze Zeit &#8211; die meisten Schüler erbringen.</li>
<li><strong>Lob des Lehrers</strong><br />
Das Erfolgserlebnis wird <strong>honoriert</strong>. Dies kann spontan vor der Klasse geschehen, kann alternativ durch eine direkte Ansprache geschehen. Es ist ein Lob und so sollte es rüberkommen. Bitte nicht durch ein &#8222;aber&#8220; schmälern. Beispiel: &#8222;<em>Gut gemacht, Stefan, dass du dein Ergebnis vorgetragen hast, du hast die Lösung gefunden. Das freut mich sehr.</em>&#8220; Oder für den Plan B: &#8222;<em>Stefan, du warst heute vorbildlich aufmerksam. Weiter so.</em>&#8222;</li>
<li><strong>Die Prophezeiung</strong><br />
Jetzt kommt erst die &#8222;self-fullfing prophecy&#8220;: Eine<strong> positive Aussage</strong>, die sich auf den <strong>zukünftigen Leistungsstand</strong> bezieht&#8220;. Etwa so: &#8222;<em>Stefan, du wirst dich verbessern. Wenn du so weiter machst, und dich anstrengst wirst du deine bessere Note halten. Ich gehe davon jetzt aus. Von der Fünf bist du weg und weiter geht es in Richtung Drei. Du musst deine gute Note nur noch halten. Weiter so, streng&#8217; dich jetzt an. Sei jetzt fleißig.</em>&#8220; Wenn der Schüler mich fragt ob er von der Fünf runter sei, druckse ich rum und sage folgendes &#8222;<em>Ja, im Grunde, du musst dich weiter beweisen</em>.&#8220; Ganz ehrlich? Ich gehe hier intuitiv nach der Persönlichkeit des Schülers verschieden vor: mancher Schüler darf nicht zu schnell hören, er ist von der schlechten Note runter. Denn dann ändert sich nichts. Andere Schüler, mit geringem Selbstbewusstsein, benötigen eine &#8222;Vorschuss-Note&#8220;. Diesem Dilemma entziehe ich  mich gerne mit der Aussage über einen zukünftigen (positiven) Leistungsstand.</li>
<li><strong>Es geht aufwärts</strong><br />
Es kommt die Phase der <strong>Erinnerungen</strong>, weiteren Lobes, und Ermahnungen. Der Schüler wird ernst genommen und bekommt im Sinne der Stufen 3 &#8211; 5 weitere Erfahrungen. In manchen Fällen ist &#8211; ich wage es auszusprechen &#8211; eine konkrete Förderung durch z. B. individuelle Wiederholungs-Aufgaben wichtig. In der Mathematik verwende ich zum Beispiel die <a href="http://www.amazon.de/Saurus-Mathe-Flyer-Wiederholen-Themenbereiche-Gleichungssysteme/dp/3761427298/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1319475321&amp;sr=8-1" target="_blank">Mathe-Flyer</a>. Der Schüler muss glaubwürdig Licht am Ende des Tunnels sehen. Die mündlichen Noten, die ich häufig vergebe, sind bessere.</li>
<li><strong>Die Ernte<br />
</strong>Die<strong> Verkündigung</strong> des neuen Leistungsstandes steht an. Dies geschieht im Rahmen eines allgemeinen Feedbacks an alle. Die (hoffentlich) bessere Note wird frohgemut verkündet.</li>
</ol>
<p>Diese sieben Schritte beziehungsweise Phasen entdecke ich in meiner Arbeit als Lehrer, im Fach Mathematik. Ich denke nicht, dass sie originell sind. Es ist der Erkenntnis entwachsen, dass Lob mehr erreicht als Schimpfen, Mut machen effektiver ist als Entmutigung.</p>
<p>Mich erstaunt, dass bei konsequenter Anwendung dieser Schritte ein Erfolg zu verzeichnen ist. Ich versuche diese Prinzipien und Schritte gleich auf eine ganze Klasse anzuwenden &#8211; das funktioniert etwas. Eine positive Veränderung wird aber am effektivsten durch eine individuelle Ansprache erbracht.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/reflexion/'>Reflexion</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/bildungsstandards/'>Bildungsstandards</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/forderung/'>Förderung</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/schuler/'>Schüler</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/self-fulfilling-prophecy/'>Self-fulfilling Prophecy</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/600/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/600/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=600&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Facebook-Gruppen für den Unterricht &#8211; Update</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/09/20/facebook-gruppen-fur-den-unterricht-update/</link>
		<comments>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/09/20/facebook-gruppen-fur-den-unterricht-update/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 05:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#opco11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://widerspiegel.wordpress.com/?p=587</guid>
		<description><![CDATA[Eine meiner erfolgreichsten Artikel ist mein Erfahrungsbericht über Facebook-Gruppen für den Unterricht.  Neben einer großen Zahl von Zugriffen und Kommentaren (danke), halte ich dadurch auf der Medienbildungsmesse 2011 in Frankfurt einen Vortrag darüber. Teil des Vortrags &#8211; und hier als Update &#8211; ist eine vorsichtige, erste Bewertung meines &#8222;Projektes&#8220; Facebook-Gruppen für den Unterricht. Das Prezi [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=587&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine meiner erfolgreichsten Artikel ist mein Erfahrungsbericht über <a title="Facebook-Gruppen für den Unterricht #opco11" href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/08/facebook-gruppen-fur-den-unterricht-opco11/" target="_blank">Facebook-Gruppen für den Unterricht</a>.  Neben einer großen Zahl von Zugriffen und Kommentaren (danke), halte ich dadurch auf der <a title="mbm11" href="http://medien.bildung.hessen.de/mbm11" target="_blank">Medienbildungsmesse 2011</a> in Frankfurt einen Vortrag darüber.</p>
<p>Teil des Vortrags &#8211; und hier als Update &#8211; ist eine vorsichtige, erste Bewertung meines &#8222;Projektes&#8220; Facebook-Gruppen für den Unterricht.<span id="more-587"></span></p>
<p>Das <a title="FB für den Unterricht" href="http://prezi.com/ftldl8wvmaal/facebook-gruppen-fur-den-unterricht/" target="_blank">Prezi zu meinem Vortrag</a> ist allgemein abrufbar und verwendbar (siehe Creative Common Lizenz).</p>
<p>Insgesamt ist meine Bilanz (vorsichtig) positiv. Auf der Ebene der Erziehung zum richtigen Umgang mit &#8222;Social Media&#8220; ist ein Kontakt bzw. eine Einmischung seitens von Schule bzw. Lehrkräften richtig. Die richtige Positionierung der eigenen Person, die Rolle als Lehrer/in ist zu bestimmen und zu reflektieren. Es ist wichtig bei den ersten Schritten darüber nachzudenken und sich einige Grundprinzipien aufzustellen und diese zu kommunizieren. Eine direkte Beschäftigung mit den Facebook-Grundsätzen, den Nutzungsbedingungen und den Datenschutzrichtlinien ist sehr wichtig.</p>
<p>FB-Gruppen für den Unterricht einzusetzen holt die SuS dort ab, wo sie sind. Dies ist ein entscheidender Vorteil und dadurch ist das ganze Projekt ein Selbstläufer und mit relativ wenig Arbeitsaufwand verbunden. Dies rechtfertigt auch, dass der pädagogische Nutzen mit dem Schlagwort &#8222;kleine Brötchen&#8220; beschrieben werden kann.</p>
<p>Ein Resümee, dass ich dachte ganz sicher nicht zu ziehen ist, dass FB recht effizient mit der Zeit für die Schüler-Lehrer-Kommunikation ist. Ich hätte es eher als Zeitfresser gesehen, dem ist aber nicht so. Dies hängt natürlich stark mit der eigenen individuellen Strategie im Umgang mit Computer und Computernetzen zusammen. Dennoch empfinde ich die Kommunikation in FB als Entlastung, nicht als Belastung.</p>
<p>FB-Gruppen für den eigenen Unterricht ist ein erster kleiner Schritt in die Richtung des &#8222;informellen Lernens&#8220;. Es gibt dabei Chancen für die SuS wie Lehrer/innen zu einer produktiven Kommunikation. Gleichzeitig findet dabei eingewünschter Aufbau an Medienkompetenz und Medienerziehung statt.</p>
<p>FB-Gruppen für den Unterricht ist ein erster pragmatischer Schritt in eine Umgangsform, die zukünftig stärker vorherrschen und sich sicherlich noch verändern wird. Ich bin gespannt .</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/opco11-2/'>#opco11</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/587/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/587/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=587&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wann genau unterrichte ich kompetenzorientiert?</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/08/06/wann-genau-unterrichte-ich-kompetenzorientiert/</link>
		<comments>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/08/06/wann-genau-unterrichte-ich-kompetenzorientiert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 17:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstandards]]></category>
		<category><![CDATA[Guter Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenzorientierter Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://widerspiegel.wordpress.com/?p=554</guid>
		<description><![CDATA[Bildquelle. Durch einen sehr , sehr guten Fachartikel des Professors Josef Leisen in der Fachzeitschrift Unterricht Physik (Heft 123/124, Juli 2011) mit dem Titel &#8222;Aufgabenstellungen und Lernmaterialien machen&#8217;s&#8220; (Seite 11 &#8211; 17) ist mir zum besseren Unterschied zwischen kompetenzorientiertem und traditionellem Unterricht etwas klar geworden: Der Unterschied liegt meist in der Formulierung der Aufgabenstellung. Leisen stellt tabellarisch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=554&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="crashtest" href="http://adactestblog.files.wordpress.com/2010/10/testblog_300x200.jpg?w=300&amp;h=200" target="_blank">Bildquelle</a>. Durch einen sehr , sehr guten Fachartikel des <a title="Leisen" href="http://www.leisen.studienseminar-koblenz.de/" target="_blank">Professors Josef Leisen</a> in der Fachzeitschrift <a title="Unterricht Physik" href="http://www.unterricht-physik.de" target="_blank">Unterricht Physik</a> (Heft 123/124, Juli 2011) mit dem Titel &#8222;Aufgabenstellungen und Lernmaterialien machen&#8217;s&#8220; (Seite 11 &#8211; 17) ist mir zum besseren Unterschied zwischen kompetenzorientiertem und traditionellem Unterricht etwas klar geworden: Der Unterschied liegt meist in der Formulierung der Aufgabenstellung.<span id="more-554"></span></p>
<p>Leisen stellt tabellarisch die Aufgabenstellungen beider Unterrichtsformen gegenüber. Es geht um Physik, Stoßgesetze. Als Unterrichtsmaterial liegt ein Zitat aus der ADAC motorwelt vor, inklusive der Antwort der Reaktion.</p>
<p>Der Leser fragt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Angenommen, ein Auto fährt mit Tempo 50 frontal gegen ein gleichartiges und gleichschweres Fahrzeug, das ebenfalls 50 km/h schnell ist. Sind die Aufprallfolgen für Fahrzeug und Insassen die gleichen, als wäre das Auto mit 100 km/h gegen eine Wand gefahren?&#8220;</p></blockquote>
<p>Die Aufgabenstellung  A im traditionellen Physikunterricht lautet z. B.:</p>
<blockquote><p>&#8222;1. Wie lautet die physikalisch richtige Antwort?<br />
2. Begründet mit den Stoßgesetzen der Physik.&#8220;</p></blockquote>
<p>Die Aufgabenstellung B im kompetenzorientiertem Physikunterricht lautet:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ihr habt die Aufgabe, die Leserfrage in der ADAC-Zeitschrift adressatengerecht zu beantwortenund zu bewerten. An den Lernmaterialien werdet ihr die Stoßgesetze lernen, die ihr zur Beantwortung braucht.<br />
1. Beantwortet die Leserfrage als Physikschüler für einen Mitschüler.<br />
2. Beantwortet die Leserfrage als Fachredakteur in der nächsten Ausgabe der ADAC-Zeitschrift.<br />
3. Bewertet die Gefährlichkeit für Leib und Leben bei Auto-Crashs physikalisch.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich glaube mit diesem Beispiel wird es recht klar. Ich gehe mal gar nicht auf die Physik und die korrekte Antwort auf die Leserfrage ein. Es ist klar, dass in der Aufgabenstellung B die Aufgaben die Kompetenzbereiche &#8222;Kommunikation&#8220; und &#8222;Bewertung&#8220; abdeckt. Dabei ist natürlich das &#8222;Fachwissen&#8220; und die &#8222;Erkenntnisgewinnung&#8220; zwingend erforderlich. Möglichst &#8222;authentische Anforderungssituationen&#8220; stehen im Zentrum. Geplant wir von der Ausgangslage des Lernprozesses.</p>
<p>In der Aufgabenstellung A ist das &#8222;Fachwissen&#8220; im Mittelpunkt. Leisen bewertet diese Aufgabenstellung als nur &#8222;kompetenzangereichert&#8220;. Kompetenzen werden eher nebenbei bei den Inhalten mit gelernt. Der ganze Unterricht geht ausschließlich vom Fach und den Fachstrukturen aus.</p>
<p>Alle Zitate und Gedanken sind aus der Quelle:</p>
<pre>LEISEN, Josef: Aufgabenstellungen und Lernmaterialien machen's - Unterschiede
zwischen kompetenzorientiertem und traditionellem Unterricht.
Naturwissenschaften im Unterricht Physik, 123/124 (2011), S. 12.</pre>
<p>Mit diesem Beispiel wird hoffentlich einiges klar. Ich will nicht weitere Gedanken und Inhalte des Artikels wiedergeben, ich kann nur sagen, der Kauf lohnt sich auch für Nicht-Physiklehrer! Zumindest für den naturwissenschaftlichen Unterricht sind (abgesehen von den guten Unterrichtsmaterialien zur Physik) die Grundaussagen übertragbar.</p>
<p>Ich weiß, ich klinge langsam euphorisch, aber ich finde diese Entwicklung des naturwissenschaftlichen Unterrichts sehr gut. Endlich frischer Wind in dem ach&#8217; so ungeliebten Fach. Dennoch wird es auch bei mir eine Weile dauern, bis der Unterricht im Alltag umgestellt ist. Phantasie in den Aufgabenstellungen ist gefragt!</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/reflexion/'>Reflexion</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/bildungsstandards/'>Bildungsstandards</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/guter-unterricht/'>Guter Unterricht</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/kompetenzorientierter-unterricht/'>Kompetenzorientierter Unterricht</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/physik/'>Physik</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/554/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/554/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=554&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>In der Schule Kraft tanken? &#8211; Unmöglich!</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/07/31/in-der-schule-kraft-tanken-unmoglich/</link>
		<comments>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/07/31/in-der-schule-kraft-tanken-unmoglich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 19:55:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://widerspiegel.wordpress.com/?p=548</guid>
		<description><![CDATA[Bildquelle. Noch eine Woche Ferien, dann fängt bei uns in Hessen das neue Schuljahr an. Noch sitze ich am Ende der Ferien zwar arbeitend, aber beileibe nicht gestresst in meinem Büro und bereite das Schuljahr vor. Ich genieße die Ruhe und den freundschaftlichen Kontakt mit meinen Kolleginnen und Kollegen des Schulleitungsteams. So friedlich, eine Schule [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=548&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/alanruben/135370723/" target="_blank">Bildquelle</a>. Noch eine Woche Ferien, dann fängt bei uns in Hessen das neue Schuljahr an. Noch sitze ich am Ende der Ferien zwar arbeitend, aber beileibe nicht gestresst in meinem Büro und bereite das Schuljahr vor. Ich genieße die Ruhe und den freundschaftlichen Kontakt mit meinen Kolleginnen und Kollegen des Schulleitungsteams. So friedlich, eine Schule ohne Schüler.<span id="more-548"></span></p>
<p>Doch das wird anders. Stress, extremes Multi-Tasking, eine lange Liste offener Aufgaben, die kaum kleiner wird. Keine Pause, in der nicht (gefühlt) Dutzende von Menschen etwas von mir wollen, Schüler und Kollegen. Das nagende Gefühl den eigenen Unterricht nicht ausreichend vorbereitet zu haben. Den Ansprüchen so vieler nicht rechtzeitig gerecht zu werden. Ich merke in dieser ruhigen Woche vor dem Sturm, ich muss mich wappnen. Dieses Schuljahr wird alles besser (natürlich, dass sage ich seit 19 Jahren).</p>
<p>Selbstachtsamkeit ist ein neues Zauberwort. Oder Work-Life-Balance.  Na, ich will nicht überlegen lächeln, denn da ist etwas dran. Artikel und sogar Titelgeschichten über den rapiden Anstiegs des <a title="Burnout" href="http://www.spiegel.de/thema/burnout_syndrom/" target="_blank">Burn-Out-Syndroms </a>sind ja auch in letzter Zeit veröffentlicht.</p>
<p>Dann zählen wir mal auf. Die einzelnen Punkte sind auch sicher nicht spektakulär oder neu. Die Reihenfolge ist auch eher willkürlich. Ich berichte später, was ich erfolgreich umgesetzt habe:</p>
<ol>
<li>Weniger Kaffee trinken, dafür mehr Mineralwasser und (grüner) Tee. Zuviel Kaffee wirkt kontraproduktiv, das ist klar, besonders, wenn die Qualität nicht stimmt. Ich rüste mich also mit einem Kasten Wasser und einem guten Sortiment Tee(beutel) aus. Angeregt wurde ich zudem durch einen Blogartikel mit <a title="Tipps zum Kaffeetrinken" href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/tipps-kaffee-lehrer/3726/" target="_blank">Tipps zum Kaffeetrinken im Lehrerzimmer</a>, aufgeschreckt (und amüsiert) aber auch über die möglichen <a title="Halluzinationen durch Kaffee" href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/halluzinationen-kaffee/3950/" target="_blank">Halluzinationen durch Kaffee,</a> die insbesondere Lehrer treffen können <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> .</li>
<li>Eine echte Mittagspause nehmen. Ein Mittagessen muss sein. Und dies nicht geschlungen, sondern möglichst langsam gegessen. Das muss ich im Detail noch regeln. Ich befürchte das Zauberwort heißt &#8222;Vorausplanung&#8220;, aber anders geht es nicht. Wichtig aber ist, dass ich wirklich ein leichtes Mittagessen habe. Salat wird es meistens sein, für eine Abwechslung muss ich wohl planen.</li>
<li>Kurze Pausen nehmen, 1-2 Minuten, ganz bewusst genommen. Hin setzen, Beine hoch legen, vielleicht einen Tee trinken. Meistens klopfen unglaublich viele Menschen in der Pause an meiner Bürotür. Dies ist dann nicht meine Pause, ich muss diese auf eine andere Zeit verlegen.</li>
<li>Kurze Phasen des ununterbrochenen Arbeitens. 15-20 Minuten an einer Sache sein, ohne Unterbrechung, dies würde viel bringen. Ich stelle mir dazu einen Timer. Eine digitale Eieruhr. Dieses Arbeiten plane ich für den Nachmittag. Nur dort ist ruhigeres Arbeiten möglich. Vormittags ist dies kaum möglich. Da werde ich Unterbrechungen einfach akzeptieren, Offenheit zeigen. Denn alles andere wird nicht funktionieren.</li>
<li>Alle Möglichkeiten der Selbstablenkung muss ich vermeiden. Das heißt, dass ich in meinen konzentrierten Arbeitsphasen alle Social-Media-Aktivitäten zu unterlassen habe. Das wird wirklich, wirklich schwer. Kein Google+, kein Facebook, keine Nachrichten und Blogs. Keine Ahnung, ob ich das schaffe.</li>
<li>Zwei Arbeitstage, in denen ich früher die Schule verlasse. Sagen wir mal spätestens um 16 Uhr. Ansonsten strebe ich mal 18:30 Uhr an. Das wird schwer. (Zur Schule komme ich früh, zwischen 7 und 7:30  Uhr.)</li>
<li>Regelmäßig Sport, für mich bedeutet dies Joggen. Alle zwei Tage am frühen Abend angegangen wäre optimal. Ich sehe es nicht nur als schöner Teil meiner Freizeit, sondern auch als Ausklang meiner Arbeitszeit. Ein Übergang, zum Stressabbau.</li>
<li>Unterrichtseinheiten planen macht mir eigentlich viel Freude. Ich werde versuchen diese mehr &#8222;im Block&#8220; zu planen, also nicht mehr nur die einzelnen Tage, sondern verstärkt größere Einheiten. Ist zwar unter alten Hasen eine Binsenweisheit, muss aber von mir noch umgesetzt werden.</li>
<li>Jeglichen Perfektionismus vermeiden. Wenn ich meine Aufgabe halbwegs erfüllt habe, ist es genug. Punkt. 80 Prozent reicht in vielen Fällen. Pfeif&#8217; auf das Layout.</li>
<li>Unangenehme Aufgaben gleich angehen. Gleich erledigen, nicht groß nachdenken, nicht aufschieben. Damit habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.</li>
<li>Nur eine neue Baustelle. Eine Baustelle, wo es gilt die Unterrichtsqualität zu steigern. Dies wird wohl ein frommer Wunsch bleiben, vielleicht sollte ich sagen: eine Baustelle weniger ist schon ein Gewinn.</li>
<li>Ein schriftliches Aufgaben-Management entlastet den Kopf. <a title="GTD" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done" target="_blank">Getting Things Done (GTD)</a> heißt die Methode. Bei mir klappt es digital, ich habe mit Omnifocus gute Erfahrungen gemacht, aber es gibt auch andere Programme.</li>
<li>Eine Klausurensoftware. Zur schnelleren Korrektur von Klassenarbeiten, Hausaufgabenkontrollen und Tests habe ich mir eine <a title="Klaus" href="http://www.rotstift-sl.de/?Pr%FCfungen:Klaus_Basis" target="_blank">Klausuren-Scanner-Software</a> angeschafft, die hoffentlich den Korrekturaufwand um ca 40 &#8211;  50 % vermindert. Klaus heißt sie. Ist recht beeindruckend.</li>
<li>Pflichtlektüre: <a title="Bären-Strategie" href="http://www.baeren-strategie.de/" target="_blank">Die Bären-Strategie</a>. In der Ruhe liegt die Kraft, von Lothar Seiwert. Dies kann nur richtig sein und gilt ganz sicher für die Schule. Muss ich lesen.</li>
</ol>
<p>Das langt zunächst. Werft mir bitte nicht Naivität vor. Ich denke es ist gut und richtig, sich vor dem Schuljahr Gedanken gemacht zu haben. Ich bin gerne Lehrer und Schulleitungs-Mitglied, ich unterrichte gerne, auch das Schulmanagement ist (meist) positiv aufregend. Das neue Schuljahr möge kommen. Ich freue mich darauf.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/reflexion/'>Reflexion</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/548/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=548&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mobile Learning als Antwort auf fehlende Ressourcen in der Schule</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/06/04/mobile-learning-als-antwort-auf-fehlende-ressourcen-in-der-schule/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 09:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#opco11]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Learning]]></category>
		<category><![CDATA[opco11]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://widerspiegel.wordpress.com/?p=482</guid>
		<description><![CDATA[Bildquelle. Ein Artikel im Rahmen von #opco11. In der 5. Woche wird die Frage gestellt: &#8222;Welches Potential steckt in Mobile Learning?&#8220;. Auch hier juckt es mich in den Fingern Gedanken, Erfahrungen rund um die Weiterentwicklung des Schulunterrichts zu teilen. Meine Gedanken sind dazu recht pragmatisch. Meine kurze Antwort: Mobile Learning gehört *vor allem* in die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=482&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/jrhode/4721437813/">Bildquelle</a>. Ein Artikel im Rahmen von <a title="opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">#opco11</a>. In der<a title="5. Woche opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-5/" target="_blank"> 5. Woche</a> wird die Frage gestellt: &#8222;Welches Potential steckt in Mobile Learning?&#8220;. Auch hier juckt es mich in den Fingern Gedanken, Erfahrungen rund um die Weiterentwicklung des Schulunterrichts zu teilen. Meine Gedanken sind dazu recht pragmatisch. Meine kurze Antwort: <a title="M-Learning" href="http://de.wikipedia.org/wiki/M-Learning" target="_blank">Mobile Learning</a> gehört *vor allem* in die Schule, auch in die Unterrichtsstunde.<br />
<span id="more-482"></span><br />
Oberflächlich könnte man der Auffassung sein, mobiles Lernen gehört eher in den räumlichen wie zeitlichen Bereich außerhalb des Klassenzimmers bzw. der regelmäßigen Unterrichtsstunde. Dem ist aber nicht so. Um dies näher zu erläutern muss ich etwas ausholen und von einem &#8211; in meinen Augen gescheiterten &#8211; Medienkonzept berichten: nämlich vom Konzept des Laptopwagens im Klassenraum. Wir haben an unserer Schule zwei Laptopwagen mit je 24 Laptops, einem Drucker und einem Beamer (theoretisch, denn der ist schon lange zweckentfremdet und nicht im Wagen).</p>
<p>Der Einsatz des Laptopwagens verläuft in der Praxis so: Der Lehrer bucht den Laptopwagen auf einer Liste und holt den Schlüssel im Sekretariat. Der sehr wuchtige Laptopwagen, der geschätzt zwischen 150 kg und 180 kg wiegt, muss von mindestens 2 Personen (+ 1 Person für das Tür aufhalten) vom regulären Standort geholt werden. Hin und zurück dauert dies etwa 10 Minuten, eher etwas länger. Die Ausgabe und Rückgabe der Laptops in einer routiniert eingeübten Klasse dauert 8 Minuten. Das Hoch- und Runterfahren weitere 6 bis 8 Minuten. Summa summarum werden ca. 25 Minuten für die technische und logistische Handling der Laptops benutzt. Ein möglicher Beameraufbau ist dabei nicht berücksichtigt. Es ist also klar, dass der Einsatz in einer Einzelstunde (45 Minuten Dauer) nicht in Frage kommt. Von einer Doppelstunde (90 Minuten) verbleiben gerade mal eine gute Stunde. Arbeiten wir ausschließlich mit den Computern mag dies noch akzeptabel sein. Soll jedoch nicht nur am Computer gearbeitet werden, ist der technisch-logistische Aufwand einfach zu hoch. Ergo, der Laptopwagen bleibt eher ungenutzt und dient nur dann als Notfall, falls der Multimediaraum durch eine andere Klasse besetzt ist, was häufig der Fall ist.</p>
<p>Hinzu kommt noch, dass die Technik nicht verlässlich ist. Häufig klappt das Login-Procedere nicht, Rechner fallen aus, die Akkus sind nicht geladen. Wenn 24 Laptops sich in den Accesspoint des Wagens und in das Schulnetz anmelden scheint es Engpässe zu geben.  50 Prozent der Schüler müssen meist das Login-Procedere mit Neustart (!) zweimal durchführen.  Einige Laptops haben keine Akkus mehr, die länger als 15 Minuten Energie liefern. An Ersatzakkus ist nicht gedacht worden.</p>
<p>Kurz und gut, Laptopwagen-Einsatz ist nur etwas für die Geeks unter uns Lehrern und mit nicht akzeptablen Zeitaufwand verbunden. Ich kenne keine Schule in meinem Umfeld, in der dies anders ist. Der Einsatz des Laptopwagens ist ein Glücksspiel . Ein kleines abschließendes Statement: sicherlich könnten Laptops sinnvoller in der Schule eingesetzt werden. Aber da müsste das ganze Konzept und auch die Technik schlichtweg durchdachter, besser, professioneller und wesentlich zuverlässiger sein. Aus dem hohlen Bauch hinaus: kleine kompakte Laptopstationen, 8 Geräte zur Gruppenarbeit, fest im Klassenraum verfügbar/installiert mit gutem Wartungskonzept wäre wahrscheinlich viel besser zu gebrauchen. Dabei müsste das Schulnetzwerk serverseitig bitte nicht auf Windows basieren, sondern der Zuverlässigkeit willen auf <a title="LML" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linux-Musterl%C3%B6sung">Linux</a>.</p>
<p>Was ist die Alternative? Ich würde so gerne Computer in einer meist kurzen Unterrichtsphase verwenden. Im naturwissenschaftlichen Unterricht zum Beispiel zur kurzen Erfassungen von Messergebnissen oder Beobachtungen in einer Schülerexperimentierphase. Oder zum kurzen Fakten Recherchieren bei naturwissenschaftlichen Formeln, Einheiten oder Konstanten. Sehr gerne auch zur Erklärung und Definition von Fachbegriffen.</p>
<p>Ich habe es ein irgendwann mal spontan ausprobiert und erlaubt: Als 4-Personen-Gruppen (ich nenne sie meist Forscherteams) am Experimentieren und Beantworten von gegebenen Fragestellungen waren, erlaubte ich den Einsatz von Smartphones. Zufällig hatte ich einen portablen Accesspoint greifbar und habe für die 20 Minuten den mit einfachen Zugangsschlüssel verfügbar gemacht. Ich war beeindruckt: in jeder (!) Gruppe war die &#8222;Hardware&#8220; vorhanden, die Schüler haben im Internet erfolgreich recherchiert. Da kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass Smartphones den Laptopwagen in vielen Situationen ersetzen können. Sicherlich: langes Texte schreiben geht so kaum. Aber kurze Ergebnisse, Sätze und Recherchen sind kein Problem. Viele wollten in den weiteren Stunden dann ihre WLAN-fähigen &#8222;Ipods&#8220; und MP3-Player mitbringen, die einen mobilen Browser beinhalteten.</p>
<p>Kurz und gut: die schnelle Benutzung des Smartphones oder ähnlichen mobilen Geräten kann gerade im Unterricht (insbesondere im naturwissenschaftlichen) unglaublich sinnvoll sein, auch wenn dies kein Selbstläufer wäre. Auch die Dokumentation per Foto bzw. Video von Schülerexperimenten oder Forschungsprojekten wäre dadurch möglich.</p>
<p>Eine weitere Idee ist die Benutzung von Lernkarten auf dem Smartphone/Mp3-Player, wie ich es schon im Ansatz mit dem Dienst <a title="Energieformen" href="http://quizlet.com/4312747/energieformen-beispiele-flash-cards/" target="_blank">Quizlet</a> ausprobiert habe. Ich weiß zwar eigentlich nicht wie, aber meine Schüler schaffen es tatsächlich mit den winzigen Displays ihrer Smartphones in meinen begleitenden Moodle-Kursen zu gehen. Es muss ziemlich fuddelig sein, aber anscheinend funktioniert es.</p>
<p>Zuletzt muss aber auch der Umgang mit den Smartphones in der Schule geklärt sein: denn meist &#8211; so auch bei uns &#8211; ist die Benutzung von Handys problematisch. In unserer (gerade überarbeiteten) Schulordnung heißt es:<em></em></p>
<blockquote><p><em>Die Benutzung von elektronischen/technischen Geräten wie Handys, Playern, Smartphones, Kopfhörern, Spielekonsolen, Laptops, etc. ist nicht erlaubt, wenn sie nicht unterrichtlichen oder schulischen Belangen dienen.</em></p></blockquote>
<p>Die &#8222;unterrichtlichen oder schulischen Belangen&#8220; sind dabei mit den Lehrkräften abzusprechen. Ein netter Passus, um nicht offiziell gegen die Schulordnung zu verst0ßen.</p>
<p>Mein ganz einfaches Fazit: mobile Learning kann wunderbar in bestehende Konzepte des schulischen Online-Lernens eingefügt werden. In der heutigen eher von Mangel geprägten Situation der schulischen IT-Austattung ist der Einsatz von mobilen Geräten eine Antwort auf diese Situation. Mobiles Lernen außerhalb der Schulzeit (zum Beispiel das Vokabel-Lernen im Bus) kommt noch dazu.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/opco11-2/'>#opco11</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/mobile-learning/'>Mobile Learning</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/opco11/'>opco11</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/482/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=482&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Meine Lernumgebung &#8211; ein Plädoyer zum zweiten Blick.</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/29/meine-lernumgebung-ein-pladoyer-zum-zweiten-blick/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 May 2011 14:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#opco11]]></category>
		<category><![CDATA[opco11]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildquelle. Ein Artikel im Rahmen von #opco11. In der 4. Woche des Open Course 2011 wurde die spannende Frage aufgeworfen, ob ein klassisches Learning Management System (LMS) wie zum Beispiel Moodle in Zukunft ausgedient hat oder nicht. Der Vortrag von Prof. Michael Kerres skizziert diese These sehr anschaulich (Folie 14). Tatsächlich gibt es ein Spannungsfeld [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=458&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/bensheldon/212159782/" target="_blank">Bildquelle</a>. Ein Artikel im Rahmen von <a title="opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/kursblog" target="_blank">#opco11</a>. In der <a title="Woche 4 des opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-4/" target="_blank">4. Woche des Open Course 2011</a> wurde die spannende Frage aufgeworfen, ob ein klassisches Learning Management System (LMS) wie zum Beispiel Moodle in Zukunft ausgedient hat oder nicht. Der <a title="Vortrag zur 4. Woche opco11" href="http://online-campus.net/kerres-slp" target="_blank">Vortrag von Prof. Michael Kerres</a> skizziert diese These sehr anschaulich (Folie 14). Tatsächlich gibt es ein Spannungsfeld zwischen den strukturierten LMS der Universitäten und Schulen auf der einen Seite und die Web 2.0-Tools wie Weblogs, Facebook und ähnliche auf der anderen Seite.  Kerres sieht &#8211; ich vereinfache etwas -  die Zukunft des Online-Lernens in Sozialen Lernplattformen, die diese kommunikativen Elemente besser eingebaut haben.<span id="more-458"></span></p>
<p>Nicht umsonst ist in der Moodle-Community der Fokus schon seit einiger Zeit auf die Integration von sozialen Plattformen in Moodle bzw. umgekehrt gelegt. Ein konkretes Beispiel ist &#8211; und ich finde sehr gelungen &#8211; die Kombination Moodle und Mahara. Eine klassische Lernplattform (Moodle) eng verknüpft mit einer sozialen Plattform mit ePortfolio-Spezialisierung (Mahara). <a title="Weblog Sigi Jakob-Kühn" href="http://www.school-networking.de/" target="_blank">Sigi Jakob-Kühn</a> drückt es in ihren Vorträgen auf der <a title="Vortrag Mahara Siggi Jakob" href="http://moodlemoot.moodle.de/mod/resource/view.php?id=980" target="_blank">MoodleMoot 2010</a>  (bzw 2011) etwa so aus: Moodle gehört dem Lehrer, Mahara dem Schüler (Folie 9).</p>
<p>Meine favorisierte Lernumgebung, auch Personal Learning Enviroment (PLE) genannt, besteht aus dem &#8222;Hafen&#8220; Moodle &amp; Mahara, mit einem Account (Single Sign-On), in dem das Lernen in der Schule eher strukturiert, geschlossen und formell geprägt ist. Auf Seiten  der kollegialen Kommunikation kommt noch <a title="Google Apps Education" href="http://www.google.com/a/help/intl/de/edu/k12.html" target="_blank">Google Apps Education</a> dazu. Aus dem &#8222;Hafen&#8220;, der virtuellen Heimat, heraus werden Dienste wie zum Beispiel Quizlet für Lernkarten, Youtube für Lernvideos, Wallwisher und ähnliche Dienste von mir benutzt. Geschlossene Gruppen in Facebook sind nur redundante Informationskanäle mit Erinnerungs- und Sprungbrettfunktion.</p>
<p>So weit meine eher einführenden Worte. Meine nächsten Gedanken kommen so richtig vom Herzen und sind natürlich ganz auf die Situation allgemeinbildender Schulen, nicht Universitäten bezogen: Es geht überhaupt nicht um die Frage welche neuen digitalen Tools und wie diese eingesetzt werden &#8211; es geht um &#8222;guten Unterricht&#8220; überhaupt. Wie lernen Schüler im Jahre 2011 sinnvoll und nachhaltig? Auf was muss ich als Lehrer achten? Wie kann ich die Unterrichtsqualität steigern und wie wird sie gemessen? Diese Fragen müssen zudem im Kontext der eigenen schulischen Rahmenbedingungen und Ressourcen gestellt werden. Die Stellschrauben, auf die der Lehrer achten muss sind meistens ganz andere. In <a href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/04/27/guter-unterricht-eine-kleine-stellschraube/">ein</a>, <a href="http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/05/begeisterung-na-toll/">zwei</a> Artikel habe ich zu diesen grundsätzlichen Fragen erste Überlegungen skizziert.</p>
<p>Ganz ehrlich: der Schüler heutzutage ist  &#8211; flexibel. Ob nun eine konkrete Aufgabe oder eine Diskussionsaufforderung online in Moodle oder in einem offenen Weblog gestellt wird, ist eigentlich egal. Dass der einzelne Schüler dieses oder jenes Tool benutzt hängt nicht am konkreten Medium, sondern eher von anderen komplizierten und vielfältigen Aspekten der Unterrichtsgestaltung ab. Zum Beispiel von der Lernatmosphäre, dem Vertrauen zum Lehrer, vom Zeitrahmen, zur klaren Aufgabenstellung und Transparenz in der Unterrichtsstunde, usw. Die Beteiligten, der Lehrer wie die Schüler, sind doch in ihrer konkreten digitalen Situation in Wirklichkeit recht anpassbar.</p>
<p>Aus diesem Grund ist es heute wichtig überhaupt Online-Lernen zumindest zu einem gewissen Teil in unseren hektischen Schulalltag einzubauen, als darüber zu reden welches Tool am besten ist.</p>
<p>Was mir dabei ganz wichtig ist: Seien Sie nicht so vorschnell mit ihrem Urteil. Einmal ausprobiert und dann verworfen &#8211; das passiert schnell und es wird dem komplizierten Geflecht der notwendigen Zutaten nicht gerecht. Egal um welchen Dienst oder Tool es sich handelt: setzen Sie es behutsam ein, eher langsam und mit kleinen Schritten, dann aber richtig und von Herzen. Ein schnell gestrickter Moodlekurs als reine Materialschleuder in alter Denke ist ein Graus. Wenn der Lehrer dann feststellt, oh, meine Schüler sind gar nicht so motiviert, dann ist schnell die Plattform Moodle schuld. Ich denke es ist klar, was ich meine.</p>
<p>Nachdenklich wurde ich auch über einige Sätze, die Monika König in ihrem Artikel über ihre<a title="Die Top 10 der Tools" href="http://lernspielwiese.wordpress.com/2011/05/20/die-top-10-der-tools-ttt_t/" target="_blank"> Top 10 der Tools #ttt_t</a> zu ihrem Lieblingstool Twitter schrieb:</p>
<blockquote><p>„Sinnfrei. Dieses Twitter ist einfach und absolut…. sinnfrei“. Was auch immer mich dazu getrieben hat. Ich hab’ es ein zweites Mal versucht. [...] Das für mich unbefriedigende dabei ist: Einmal hat es nicht funktioniert, beim zweiten Mal gefunkt. Nur was war der Grund?</p></blockquote>
<p>Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Manchmal denke ich die Ursche zu kennen, warum ein bestimmter Schritt beim Online-Lernen funktionierte oder eben nicht. Aber manchmal muss ich einfach dran bleiben und den &#8222;Schritt&#8220; im Detail so weit variieren, bis er klappt oder nicht.</p>
<p>Mein Plädoyer und Fazit: in der allgemeinbildenden Schule sind wir noch viel zu sehr in einer Pioneer- und Erprobungsphase, als dass wir verlässlich sagen könnten, es geht schulisch in diese oder jene Richtung. Technische Aspekte sind noch viel zu relevant und hängen vom Know-How und dem Engagement einzelner Lehrer ab. Die geringe Lehrerfortbildung ist ein weiterer Flaschenhals. Und denken Sie bitte nicht, dass unsere Lehramtsstudenten systematisch in neuen Medien ausgebildet werden. Dies ist nicht der Fall.</p>
<p>Ich begrüße jeglichen kleinen Schritt, in dem ein Kollege irgendein Tool aus dem Web 2.0-Umfeld einsetzt. Und dies bitte, mein Rat,  nicht als Einzelkämpfer, sondern zusammen mit wenigstens einem Kollegen. Und ich warne vor der Falle an mehreren Fronten gleichzeitig sich entwickeln zu wollen: zum Beispiel Elemente des <a title="Kooperatives Lernen" href="http://www.kooperatives-lernen.de/dc/CL/index.html" target="_blank">kooperativen Lernens </a>in seinem Unterricht einsetzen zu wollen und dies gleichzeitig durch Online-Lernen umzusetzen &#8211; das ist zu viel auf einmal.</p>
<p>Ich frage mich: was war Ihr erster erfolgreicher und meist kleiner Schritt &#8222;neue Medien&#8220; oder gar Web 2.0-Tools im Unterricht einzusetzen?</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/opco11-2/'>#opco11</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/opco11/'>opco11</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/twitter/'>Twitter</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/web-2-0/'>Web 2.0</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/458/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/458/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=458&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Meine schönsten Fehler im Unterricht &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/21/meine-schonsten-fehler-im-unterricht-teil-1/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 07:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Guter Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Unterrichtsqualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Bildquelle. Neunzehn. Gute neunzehn Jahre bin ich am Unterrichten, inklusive Referendariat. Der wohlwollende Leser möge denken, na, ein Lehrer mit Erfahrung, noch nicht sooo alt (bin 45), aber mit Erfahrung. Schön &#8211; so weit. Möge ich aus meiner Reflektion lernen, vielleicht auch andere. Ich liste und kategorisiere mal viele meiner Fehler, viele pädagogischen Fehltritte, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=431&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="http://www.flickr.com/photos/e2/2437002318/" href="http://www.flickr.com/photos/e2/2437002318/" target="_blank">Bildquelle</a>. Neunzehn. Gute neunzehn Jahre bin ich am Unterrichten, inklusive Referendariat. Der wohlwollende Leser möge denken, na, ein Lehrer mit Erfahrung, noch nicht sooo alt (bin 45), aber mit Erfahrung. Schön &#8211; so weit. Möge ich aus meiner Reflektion lernen, vielleicht auch andere.</p>
<p>Ich liste und kategorisiere mal viele meiner Fehler, viele pädagogischen Fehltritte, die mir beim Unterrichten so passieren. Warum nicht alle? Ich denke ich verdränge da einiges und manche Fehler bin ich mir gar nicht bewusst. Letzteres ist ein Plädoyer für kollegiale Hospitation, aber das ist ein anderes Thema.</p>
<p>Genug des Geplänkels, hier kommt meine Liste:<span id="more-431"></span></p>
<p><strong>Völlig unvorbereiteter Unterricht<br />
</strong></p>
<p><strong></strong>Auch wenn ich die schöne &#8222;Ausrede&#8220; habe, ich gehöre zum Schulleitungsteam und habe damit vieeeel Verwaltungsarbeit und keine Zeit, es ist fatal. Meist weiß ich dann nicht mal, was in der letzten Stunde behandelt wurde. Dann rutsche ich in die Hammer-Pädagogik (&#8222;Was hamma&#8217; letzte Stunde denn gemacht?&#8220;). Peinlich, lehrerzentriert, nur Erfahrung kann da einen noch retten. Neuerdings sind die digitalen Whiteboards eine kleine Hilfe, da ich das Tafelbild der letzten Stunde aufrufen kann. Ganz fatal ist (das mache ich aber nach grausiger Erfahrung nicht mehr) das blinde Googeln/Surfen vor versammelter Klasse zu einem Thema, wenn das Internet auf einer gemeinsamen Projektionsfläche/digitale Tafel zur Verfügung steht. Dieser Kardinalfehler, also völlig unvorbereiteter Unterricht, passiert mir &#8211; ich bin über mich selbst erstaunt &#8211; eher selten.</p>
<p><strong>Nur materialvorbereiteter Unterricht</strong></p>
<p>In diese Falle rutsche ich schon viel häufiger. Ich erinnere mich an die letzte Unterrichtsstunde (ein effizientes funktionierendes Log-System als schriftliche Erinnerungsstütze fehlt mir auch noch komplett), ich kopiere schnell ein scheinbar passendes Arbeitsblatt oder schlage eine passende Buchseite auf. Im Eifer des Unterrichts merke ich dann plötzlich &#8211; ich gebe ein typisches Beispiel &#8211; dass die 1. Aufgabe noch passend war, die 2. Aufgabe, die ich mir nicht durchgelesen habe, aber nicht. Meist ist sie viel zu schwer, zu altmodisch und verwirrt die Schüler. Mein Fehler liegt darin, dass ich scheinbar dachte, ich wäre vorbereitet (habe ja Material), aber habe mich nicht ausreichend damit beschäftigt. Zu blauäugig vertraute ich auf den Schulbuchverlag oder auf wen auch immer, dass zum Beispiel das Arbeitsblatt &#8222;passend&#8220; ist. Die Probleme treten dann auf, wenn alles zu spät ist. Im Grunde bin ich dabei auch unvorbereitet, denn einfach viel zu oberflächlich.</p>
<p><strong>Zu wenig Aufgaben und Material</strong></p>
<p>Das Ziel im Unterricht ist grob erreicht, aber die Anwendung, das intelligenten Einüben fehlt. Ich weiß genau, wenn wir jetzt das frisch gelernte nicht vertiefen geht es verloren. Eine klitzekleine Aufgabe ist gemeinsam &#8211; also meist mit Hilfen &#8211; erarbeitet. Auch hier ähnelt dieser Fehler den obigen beiden: es fehlt einfach die richtige Aufgabe, die zur Verfügung stehende Zeit wird kann nicht richtig genutzt werden. Als Variante ist die verfügbare Aufgabe einfach unpassend, also zum Beispiel zu langweilig oder zu sehr eine Wiederholung.</p>
<p><strong>Zwischenresumee</strong></p>
<p>Obige drei Fallen/Fehler haben gemeinsam, dass die Schüler entweder nicht, das falsche oder zu wenig einüben können. Eine Vorbereitung, die mehr in Ruhe und in weniger Hektik vorgenommen wird beugt diesen Fehlern doch massiv vor. Auch ist es wichtig sich wirklich mit den Aufgabenstellungen, Texten etc. zu beschäftigen und nicht nur oberflächlich diese zu &#8222;scannen&#8220;.</p>
<p><strong>Gleichzeitig werden mehrere Ziele verfolgt</strong></p>
<p>Hektik. Wir haben doch keine Zeit. Schnell, schnell. Wir (nicht &#8222;ich&#8220; sondern immer &#8222;wir&#8220;) liegen &#8222;im Stoff&#8220; zurück. In Arbeitsphasen ist es fatal Schülergruppen (bei mir meist 2er- oder 4er-Gruppen) gleich mehrere Ziele verfolgen zu lassen. Neulich habe ich in meinem Mathematikunterricht meine Schülern gleichzeitig aufgegeben: 1. Hier ist ein neues Arbeitsblatt (AB), behandelt es, und 2. Wiederholt die wichtigsten Aufgaben aus den Arbeitsblättern/Aufgaben der letzten 2 Wochen. Natürlich stürzten alle auf das neue AB und die ganze Idee zur Vorbereitung auf die anstehende Klassenarbeit war zunichte. Ich könnte auch die Falle so beschreiben: die Fokussierung fehlt. Die Schüler (als Einzelperson oder als Gruppe) wissen nicht klar, was hat erste Priorität. Dies selbst zu entscheiden überfordert sie, beziehungsweise sie sind sich der Problematik nicht bewusst (ich in dem Moment ja auch nicht).</p>
<p><strong>Zu langer Lehrervortrag, verbunden mit einem Lehrer-Schüler-Gespräch</strong></p>
<p>Nichts gegen einen guten, strukturierten und knackigen Lehrervortrag. Ich teile da ganz die Meinung meines Kollegen Torsten Larbig in seinem <a title="8 Werkzeuge des analogen Lernen und Lehrens" href="http://herrlarbig.de/2011/05/18/die-8-besten-werkzeuge-des-analogen-lernens-und-lehrens/" target="_blank">Artikel zum analogen Lernens und Lehrens</a>. Ich bin überzeugt, dass dies ein wirklich gutes und gar nicht so einfaches Element im Unterricht ist. Häufig doziere ich aber zu lang, irgendwann über die Köpfe weg. Ich lasse Unruhe und Unaufmerksamkeit zu oder unterbreche häufig zur wütenden Ermahnung. Zu allem Überfluss ist der Lehrervortrag kein echter Vortrag, sondern wird noch so richtig in die Länge gezogen mit eingestreuten Fragen an die Schüler (dem Lehrer-Schüler-Gespräch), das von dem Rest der Klasse nicht mitverfolgt wird oder kann. Zudem wird dann von mir solange nachgefragt, bis die Antwort oder das Stichwort fällt, das ich hören möchte. Der größte Fehler dabei ist die Überfrachtung. Kurz und knackig, ohne Störung und Ablenkung kann ein gut durchdachter Lehrervortag richtig gut sein. Geht er an den Schülern vorbei, ist die Zeit einfach verschwendet.</p>
<p><strong>Methodenarmut</strong></p>
<p>Tafelarbeit (Lehrervortrag &amp; Lehrer-Schüler-Gespräch), danach Aufgaben in Einzelarbeit am Platz. Langweilig und phantasielos und einfach zu lang. Dies führt auch schon zum nächsten Fauxpas:</p>
<p><strong>Dem Lehrer ist langweilig</strong></p>
<p>Alle Schüler hören mir bei meinen Ausführungen (endlich einmal) fasziniert und (scheinbar) konzentriert zu. Und jetzt kommt der größte Störer meines Unterrichts: ich selbst. Ehrlich, das bin ich wirklich. Mir fällt dann manchmal so ein blöder Spruch ein wie &#8222;Tom, wieso flirtest du denn gerade mit Monika?&#8220; und dies in einer 7. oder 8. Klasse. Es dauert geschätzt mindestens 3 Minuten, bis die Konzentration der Klasse wieder da ist. Wieso kann ich mir solche (und noch ganz andere) Sprüche nicht verkneifen? Weil mir langweilig ist.</p>
<p><strong>Unkenntnis der Schülernamen</strong></p>
<p>Ich habe die Klasse XY nun schon fast 2 Jahre. Und noch immer kenne ich Namen meiner Schülerinnen und Schüler nicht bzw. ich verwechsle sie. Dies meistens in den Klassen, die ich 2stündig habe. In Klassen, die ich 4stündig habe ist es ein wenig besser. Ich muss mit outen, ich gehöre anscheinend in diese Kategorie des naturwissenschaftlichen bzw. mathematischen Lehrers. Sind mir die Schüler unwichtig? Ehrlich, nein. Und jedem Berufsanfänger/LiV/Referendar gebe ich immer den Rat: lernt ganz schnell die Namen eurer Schüler. Na toll.  Etwas besser ist es, wenn ich mit Hilfen wie Fotos und Sitzplan arbeite. Aber die Schüler merken es doch und wissen ganz genau, ob ich sie namentlich kenne oder nicht. Die Fotos in meiner iPhone-App <a title="Teachertool" href="http://www.teachertool.de" target="_blank">Teachertool</a> (suuuper Programm, kann ich nur empfehlen) sind zu klein, ich kann im &#8222;Gefecht des Unterrichts&#8220; die Bilder nicht erkennen. Eine wirklich Lösung habe ich noch nicht, aber ich will mich auch nicht entschuldigen. Hat dieses Unvermögen Schülernamen zu merken etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun?</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Ich höre auf, meine Fehler im Handwerk Unterrichten aufzuzählen. Ich benenne meinen Artikel auch gerade um, es ist jetzt der Teil 1. Langsam wird es etwas frustrierend. Aber für&#8217;s Protokoll: ich unterrichte wirklich gern, besonders wenn ich vorbereitet bin. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ich möchte aus meinen Fehlern lernen und &#8211; wie die allermeisten meiner Kollegen &#8211; meinen Unterricht verbessern. Es nützt nichts, die Fehler müssen angegangen werden, Schritt für Schritt. Die meisten aufgeführten Fehler können durch eine bessere Vorbereitung vermieden werden. Auf ein wenig Feedback bin ich gespannt.</p>
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		<title>Online-Lernen im und für den Unterricht #opco11</title>
		<link>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/15/online-lernen-im-und-fur-den-unterricht-opco11/</link>
		<comments>http://widerspiegel.wordpress.com/2011/05/15/online-lernen-im-und-fur-den-unterricht-opco11/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 May 2011 09:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#opco11]]></category>
		<category><![CDATA[E-Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[opco11]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Artikel im Rahmen von #opco11. Die zweite Aufgabe in der dritten Woche des Open Course 2011 reizt mich doch, um meine Erfahrungen zu &#8222;Möglichkeiten bzw. Grenzen dieser Lernform&#8220;, gemeint ist E-Learning oder Online-Lernen zu reflektieren. Eine kurze Anmerkungen zu den Begrifflichkeiten: &#8222;E-Learning&#8220; bzw. &#8222;Online-Lernen&#8220; können (noch) synonym verwendet werden. Die Verwendung des letzteren Begriffes [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=393&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Artikel im Rahmen von <a title="#opc11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">#opco11</a>. Die zweite Aufgabe in der <a title="3. Woche von opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-3/" target="_blank">dritten Woche des Open Course 2011</a> reizt mich doch, um meine Erfahrungen zu &#8222;Möglichkeiten bzw. Grenzen dieser Lernform&#8220;, gemeint ist E-Learning oder Online-Lernen zu reflektieren.</p>
<p>Eine kurze Anmerkungen zu den Begrifflichkeiten: &#8222;E-Learning&#8220; bzw. &#8222;Online-Lernen&#8220; können (noch) synonym verwendet werden. Die Verwendung des letzteren Begriffes soll meiner Beobachtung nach subtil zeigen, dass man in der Edu-Community mehr up-to-date ist. Der Begriff E-Learning ist altmodisch, das E steht ja für &#8222;elektronisch&#8220; und das ist viel zu technisch. Mindestens Blended-Learning, also die Kombination von E-Learning und Präsenzphasen verspricht nach allgemeinem Konsens den größten Lernerfolg. Es gibt auch die Haltung (die ich ja auch teile): Betone das &#8222;Learning&#8220;, nicht das &#8222;E&#8220;.<span id="more-393"></span></p>
<p>Man kann auch vom Online-Lernen 2.0 reden, sorry ich meine Social Learning, siehe die 2. Woche von opco11.. Ich übertreibe mal: E-Learning ist out, Social Learning ist in. Na toll. Vielen Dank an den oder die Verfasser der Aufgabe für die 3. Woche, in dem noch vom altmodischen E-Learning gesprochen wird. Schauen wir uns die <a title="E-Learning, engl" href="http://en.wikipedia.org/wiki/E-learning" target="_blank">englischen</a> oder <a title="E-Learning, deutsch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning" target="_blank">deutschen</a> Artikel zu E-Learning bei Wikipedia an, erahnt man wie viele Gedanken wir uns alleine über die Begrifflichkeiten machen können. Ich müsste jetzt aus Trotz  nur vom E-Learning sprechen. Ich bitte um Verzeihung, dass ich mich mit dem Begriff Online-Lernen aber wohler fühle.</p>
<p>Aber nun zum Thema, meine Erfahrung mit Online-Lernen im Unterricht: ich setze seit 2004 die Lernplattform oder Learning-Management-System (LMS) <a title="Moodle" href="http://moodle.org" target="_blank">Moodle</a> in meinem und für meinen Unterricht ein. Im Umfang bedeutet dies, dass ca. 10 -30 % der Aufgaben, Übungen, Inhalte und Kommunikation über diese Plattform verlaufen. Abgesehen davon, dass ich bei der Einführung von Moodle ein- oder maximal zweimal mit einer Klasse in den schulischen Computeraum gehe, findet die Betätigung außerhalb der Unterrichtszeit statt. Konkret also für die meisten Schülern zu Hause. Und ja, die Betätigung ist notenrelevant, es fließt zwischen 10 &#8211; und 33% des Outputs in die Zeugnisnote ein.</p>
<p>Ich werde immer wieder gefragt: Haben die Schüler denn den Zugang zu Hause? Kann man sie denn verpflichten? Die Antwort: ja, sie haben zu etwa 97% den Zugang, die Eltern sind durch einen <a title="Elternbrief Vorlage" href="http://widerspiegel.files.wordpress.com/2011/05/elternbrief_internetzugang_vorlage_v2.doc" target="_blank">Elternbrief</a> informiert und geben eine Rückmeldung. (Der Elternbrief ist als Vorlage gestaltet und kann frei benutzt und geändert werden.) Und ja, man kann sie verpflichten. Vielleicht hat ein Schüler aus einer 30er-Klasse keinen Internetzugang, dies aber meist nur vorübergehend. Er oder sie kann dann in unserer Schulbücherei bzw. in der Stadtbücherei umsonst Computer und das Internet ab 11:30 Uhr den ganzen Tag benutzen. Somit gibt es keine wirklichen technischen Hindernisse. Das ist auch wichtig, damit später nicht Ausreden kommen wie z. B.: &#8222;mein Internetzugang ging nicht, ich hatte einen Virus, meine Schwester hat meinen Computer gecrasht, ich habe Computer(spiele)verbot&#8220;, usw. Unsere Schüler können im Grunde rund um die Uhr die mediale Infrastruktur der Schule oder der Stadtbücherei nutzen.</p>
<p>Die Eltern sind dankbar, dass das Internet schulisch genutzt wird. Rückmeldungen sind inhaltlich immer positiv, häufig technisch und manchmal ist bei jüngeren Schülern der Umgang mit  einem &#8222;Computerverbot&#8220; auszuhandeln. Ich hatte auch mal die Information über den Zeitumfang der Betätigung für meinen Unterricht geben müssen (maximal 30 Minuten die Woche), da sich manche Eltern darüber wunderten, dass ihre Kinder &#8222;stundenlang&#8220; für den Physikunterricht lernen müssten.  Ach so, meine Zielgruppe sind Schüler ab der 6. Klasse, meist aber älter.</p>
<p>Wo liegt denn nun der Mehrwert, dass ich ein <a title="Lernplattform" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lernplattform" target="_blank">LMS</a> einsetze, wie Moodle eines ist? (Es gibt ja auch andere <a title="Liste von Lernplattformen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Lernplattformen" target="_blank">LMS</a>, aber um es gleich zu sagen: nehmt Moodle, es ist lizenzfrei, und überhaupt das Beste). In Moodle wird der Unterricht konkret: es gibt viele  Aufgaben von mir. Nur das, was die Schüler selbst tun und lösen, beherrschen sie auch am Ende &#8211; vielleicht. Ja, ich verbreite auch Lernmaterial, z. B. klassische Arbeitsblätter, aber neuerdings gar nicht so gern. Ich mache dies nur für die paar Schüler zuliebe, die im Präsenzunterricht krank waren. Aber auch die lieben Schlamper, die das Arbeitsblatt verlieren, fragen nicht mehr nach, sie können es sich ja herunter laden.</p>
<p>Seit ich Moodle im Unterricht einsetze (nehmen wir mal Physik <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ), kontrolliere ich recht individuell die Beiträge und Lösungen der Schüler, bzw. sie werden &#8211; je nach Aufgabentyp &#8211; automatisch korrigiert (Testobjekt in Moodle). Dies habe ich in den 13 Jahren zuvor nie so intensiv getan bzw. konnte es tun. Meine Erfahrung &#8211; und das ist wirklich immer so &#8211; offene Aufgaben korrigieren sich am Computer doppelt so schnell wie auf dem Papier. Nehmen wir mal eine Frage, die mit einem oder zwei Sätzen beantwortet werden kann. Ich benötige in Moodle dazu ziemlich genau 10 Minuten bei 30 Schülern. Eher sogar weniger. Würde ich Blätter einsammeln, dauert dies, mit dem Notieren einer Note, mindestens 20 Minuten eher mehr. Ich habe es vielfach ausprobiert, es ist so.</p>
<p>Ich bin immer wieder über die qualitative Bandbreite der Lösungen und Antworten erstaunt. Ich muss aufpassen, dass ich nicht zu viel Aufgaben aufgebe. Weniger ist tatsächlich mehr. Dafür erlebe ich, dass die Aufgaben wirklich bewusster und genauer gelöst werden. Anfängliche Betrugsversuche (Paste &amp; Copy aus Wikipedia zum Beispiel), hören ganz schnell auf. Sicher holen sich meine Schüler aus ihrem Umfeld Hilfen, aber ich merke dennoch &#8211; im Abgleich mit dem Präsenzunterricht &#8211; ganz schnell, wie gut sie ihre Antworten selbst verstanden haben oder nicht.</p>
<p>Ich kann als Resümee sagen, dass die Aufgaben in Moodle um ein Vielfaches besser bearbeitet werden als wenn ich sie nur klassisch als Hausaufgabe aufgebe, die nur im Heft gelöst werden soll. Davon abgesehen, wer erledigt schon wirklich Physikhausaufgaben? Der scheinbare &#8222;Nachteil&#8220; für die Lehrkraft dabei: meine Schüler verlangen dann aber auch ein unmittelbares und möglichst individuelles Feedback von mir. Dies kann ich aber rein zeitlich nicht in allen Physikklassen leisten. Deswegen kann ich auch nicht alle Aufgaben in Moodle stellen (was viele sogar von mir fordern), sondern nur einen kleinen Ausschnitt.</p>
<p>Was ist noch bedeutsam? Lernvideos, Videos zu Experimenten, Video-Beiträge aus dem Bildungsfernsehen, Links zu bekannten Physikunterrichtsseiten  werden im LMS von mir zur Verfügung gestellt. Und ja, auch Links zu klassischen Web2-Angeboten, zum Beispiel zu <a title="Energieformen" href="http://quizlet.com/4312747/energieformen-beispiele-flash-cards/" target="_blank">Flashcards, wie z. B. Quizlet.com</a>. Abstimmungen, Themenwahlen, etc. finden online in Moodle statt.Die Schüler laden in Datenbanken ihr gefundenes Material oder Beispiele hoch. Präsentationen und Projektarbeiten werden abgegeben. Fachliche Wörterbücher (Objekt Gloassar) werden gemeinsam angelegt.</p>
<p>In geschlossenen Foren (ein wichtiges Objekt) tauschen die Schüler sich zu bestimmten Fragestellungen aus. Dies trainiert die Kompetenzen Kommunikation und Bewertung im naturwissenschaftlichen Kontext. Da habe ich zwar meist positive Erfahrung gemacht, aber leider nicht immer. Manchmal werden Foren doch nur zur Blödelei benutzt, da muss ich dann strikt eingreifen. Die Schüler müssen tatsächlich erst lernen diese Form der Kommunikation ernsthaft zu nutzen, was sie zumindest in einem weiteren Anlauf meist auch tun.</p>
<p>Was ist hier der konkrete Vorteil? Ich gebe ein Beispiel: Im Unterricht haben wir uns erarbeitet, dass die Sonne die Quelle aller Energie auf der Erde ist. Wirklich aller? Streng genommen nicht. Hätte ich das nur im klassischen Physikunterricht kurz angesprochen, sagen wir mal in einem 10-minütigen Lehrer-Schüler-Gespräch, fast alles wäre verpufft. Zwei oder drei Schüler hätten sich etwas davon behalten und wären überhaupt beteiligt gewesen. Der Rest der Klasse wäre ganz passiv und unbeteiligt. Durch das Forum aber hat sich &#8211; sogar klassenübergreifend &#8211; eine fantastische Diskussion über geschlagene 5 Tage entwickelt, in der die Schüler auf physikalische Aspekte eingingen, die ich mir auch nicht klar machte (z. B. die Anziehungskraft des Mondes als Energiequelle). Auch wenn hier nur eine Minderheit der Schüler die Diskussion getragen haben (aber weit mehr als nur im Klassengespräch), haben doch alle viel mehr davon gehabt. Und wie gesagt, dass Forum war nicht öffentlich, sondern eine geschlossenes. Über 70 Beiträge aus 2 Klassen &#8211; das hätte ich nie im Leben mit der reinen Gesprächsform erreicht. Schade, dass ich das Beispiel hier aus Datenschutzgründen nicht zeigen kann.</p>
<p>Ganz interessant sind auch Projektarbeiten, in der die Schüler ihre Gruppenergebnisse bzw. &#8222;Forschungsarbeiten&#8220; wunderbar verwalten und präsentieren können. Hier ist Moodle dann eher ein Hafen! Das Arbeiten kann dann z. B. in Google-Docs oder sonst wo stattfinden (Prezi, Etherpad, &#8230;). Und die Kommunikation von mir aus in den begleitenden Facebook-Gruppen, dass ist mir ganz egal. Die Links sind dann in Moodle, von da kann man sich orientieren und &#8222;springen&#8220;. Ganz besonders geschieht dies übrigens in einem IT-Kurs von mir, in dem die Schüler den <a title="ECDL" href="http://www.ecdl.de" target="_blank">ECDL</a>, den europäischen Computerführerschein absolvieren können.</p>
<p>Ich könnte noch viel über meine Erfahrungen mit Moodle reden, aber ich glaube es langt. Für mich ist der Gebrauch eines LMS ganz normal, nichts mehr besonderes. Es gibt Rückschläge. Nicht immer sind die Schüler motiviert. Ich entwickle mich auch in meiner methodischen bzw. didaktischen Arbeitsweise, wie ich es einsetze. Aber das entscheidende ist, es überhaupt zu benutzen, auch wenn manchmal Elemente (Aufgaben, Diskussionen, Tests, Umfragen, &#8230;) daneben gehen, also zu schwer, zu leicht zu langweilig sind. Die Technik tritt in den Hintergrund, Arbeitszeit wird dem Lehrer nicht wirklich erspart. Aber der Output des Unterrichts wird besser.</p>
<p>Aber bevor ein Totschlag-Argument wieder gebracht wird: Nach einer bestimmten Einarbeitungszeit ist der Einsatz eines LMS auch keine Mehrarbeit für den Lehrer. Es ersetzt ja bestimmte Dinge, die er sowieso tut. Manchmal denken Kollegen, ach, die Moodle-Tätigkeit ist nur Mehrarbeit, alle Tätigkeit ist zusätzlich. Das stimmt so nicht, denn bei vergleichender &#8222;individuellen&#8220; Gestaltung des Unterrichts wäre die Vorbereitungs- und Korrekturzeit viel umfangreicher. Hier muss man pragmatisch vorgehen und nicht immer das Maximale wollen. Irgendwann ist mit der Individualität des pädagogischen Handelns auch mal Schluss.</p>
<p>Zuletzt muss ich der Versuchung widerstehen im neuem Halbjahr alles ganz anders zu machen. Ein LMS ist ja fast schon Mainstream, nichts mehr Besonderes und irgendwie bieder. Und natürlich fehlt mir genau eine bestimmte Funktion! Wäre das Klassen-Weblog nicht innovativer? Wie wäre es mit der Produktion von Video-Clips in Youtube? Und richtig, E-Portfolios mit <a title="Mahara" href="http://mahara.org" target="_blank">Mahara</a>. Das wär&#8217;s. Das Einführen von vielen neuen Dingen kann  kontraproduktiv sein. Eine gesunde Routine und Rituale müssen aufgebaut werden. Neue Elemente müssen sehr behutsam eingeführt werden (Mahara werde ich noch einführen, ganz sicher). Ein Schüler hat mir mal gesagt, dass er lieber die Hausaufgaben traditionell im Heft lösen möchte. Das Internet ist für ihn kein Ort zum Lernen. Ich ließ nicht locker und siehe da, nach 4 Wochen hat er sich daran gewöhnt. Musste er ja.</p>
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		<title>Facebook-Gruppen für den Unterricht #opco11</title>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 10:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Kurz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildquelle. Ein Artikel im Rahmen von #opco11. Zunächst die Fakten: Für alle meine Physik- und Mathematik-Klassen habe ich Facebook-Gruppen gegründet. Genauer gesagt, gründen lassen. Erzähle ich dies anderen Lehrern habe ich meist ungeteilte Aufmerksamkeit. Doch der Reihe nach. Wenn ich an Facebook (FB) und Schule denke, dann erinnere ich mich an ein chinesisches Sprichwort, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=357&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="opco11" href="https://img.skitch.com/20110427-xy54fdmc7fa64k82jct76juiqp.png" target="_blank">Bildquelle</a>. Ein Artikel im Rahmen von <a title="#opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">#opco11</a>. Zunächst die Fakten: Für alle meine Physik- und Mathematik-Klassen habe ich Facebook-Gruppen gegründet. Genauer gesagt, gründen lassen. Erzähle ich dies anderen Lehrern habe ich meist ungeteilte Aufmerksamkeit.</p>
<p>Doch der Reihe nach. Wenn ich an Facebook (FB) und Schule denke, dann erinnere ich mich an ein chinesisches Sprichwort, dass ich kürzlich bei einem Vortrag einer informationstechnisch sehr kompetenten Schulleiterin (ja solche Menschen gibt es) gehört habe: &#8222;<strong>Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen.</strong>&#8222;<span id="more-357"></span></p>
<p>Über die Gefahren, dem bösen Facebook, sorry, FB, geplante bzw. schon stattgefundene Informationsveranstaltungen zum Schutz der Schüler und Lehrer (!), wird viel berichtet. Und bitte verstehen Sie mich nicht falsch: den richtigen Umgang mit FB muss gelernt werden, ganz ohne Frage. Ich selbst habe solch eine Veranstaltung noch für diesen Monat in meiner Schule initiiert. Und sicherlich ist auch die Frage des Datenschutzes relevant, auch dies will ich nicht einfach beiseite schieben.</p>
<p>Dennoch: ich sehe so viele Möglichkeiten in sozialen Netzwerken. Und hier muss ich dahin gehen, wo meine Schüler sind &#8211; und da gibt es nur ein Ort: FB. Ganz ehrlich: ich backe pädagogisch mit FB kleine Brötchen. Mein Vorschlag an meine Schüler hörte sich in etwa so an:<br />
Liebe Leute (ich sage immer &#8222;lieb&#8220;, auch wenn ich hin und wieder bemerke, dass sie gar nicht lieb sind), lasst uns gemeinsam eine FB-Gruppe gründen, einfach um die Hausaufgaben zu posten, Nachfragen zu ermöglichen, für Arbeiten zu lerrnen und überhaupt.&#8220;</p>
<p>Meine Güte, ich war verwundert, wie einfach das war. Ein Schüler wurde beauftragt die Gruppe anzulegen, zu gründen, und alle einzuladen. Meine einzige Bedingung war nur, dass ich auch Administrator bin. Naja, als Lehrer legt man nicht einfach die Zügel aus der Hand. Vielleicht muss ich einen Beitrag mal entfernen. So weit so gut. Und so sind meine letzten Worte einer üblichen Mathematik-Unterrichtsstunde meist: &#8222;Wer postet die Hausaufgaben in FB?&#8220; Manchmal auch: &#8222;Wer schreibt in FB, was bei der nächsten Klassenarbeit dran kommt?&#8220; Einmal habe ich auch Lösungen zu Hausaufgaben nachträglich veröffentlicht. Ansonsten kümmere ich mich wenig um die Gruppen, die Schüler verwalten es selbst. Die Gruppen heißen in etwa so: &#8222;Mathe 7bR Kurz&#8220;, sehr unspektakulär und sie sind geschlossene Gruppen. Vom Vorteil ist auch, dass die Schüler nicht mit mir als FB-Freunde verknüpft sein müssen, auch wenn sie es meistens sind. Und sicher haben auch die einen und anderen gelernt, wie man den Herrn Kurz von diversen Kommentaren ausschließt ohne ihm die (FB-)Freundschauft kündigen zu müssen. Eine liebe Kollegin (hallo C.) hat es meinen Schülern in aller Öffentlichkeit verraten <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> . Was mir auch in diesem Stadium ganz wichtig ist: alle Kommunikation, Info und Hilfe findet auch im Unterricht und Schule statt. Niemand wird genötigt oder gezwungen in FB einzutreten. Auch das ist mir wichtig.</p>
<p>Und so haben die FB-Gruppen eine gute und wichtige Funktion, wie gesagt, nur ein winziger Baustein für den Unterricht: an die Hausaufgaben wird erinnert. Ganz ehrlich, finde ich gut. Arbeit habe ich ja damit nicht. Und immer das gute Gefühl: wenn ich will habe ich einen Kanal um meine Schüler zu erreichen. Besonders in Physik erreiche ich meine älteren Schüler eher durch FB als durch den Moodle-Kurs, in dem alle präsent sind. Ich benutze FB um an die eigentlichen Inhalte, Kommunikationsmöglichkeiten und Aufgaben in Moodle (ein Kursmanagement-System) zu erinnern.</p>
<p>Wozu benutze ich FB noch? Erstens: fast nie privat. Ich trete in <a title="Martin Kurz" href="http://de-de.facebook.com/martinkurz1" target="_blank">FB als Lehrer auf</a>. Das ist der Preis. Ich dränge mich nie auf, d. h. ich lasse die Schüler immer den ersten Schritt tun, d. h. sie müssen entscheiden, ob sie mir eine Freundschaftsanfrage zuschicken wollen. Und ich lasse sie nie im unklaren, dass ich Lehrer bin. Und dass mir durchaus Statusmeldungen auffallen können (ohne dass ich groß stöbere). Und dass ich z. B. Mobbing und Verstöße gegen die Schulordnung auch in FB nicht dulde. Aber diese schönen Geschehnisse sind eigene Artikel wert.</p>
<div id="attachment_358" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://widerspiegel.files.wordpress.com/2011/05/facebook_woertlich.jpg"><img class="size-medium wp-image-358" title="facebook_woertlich" src="http://widerspiegel.files.wordpress.com/2011/05/facebook_woertlich.jpg?w=300&#038;h=300" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">http://www.flickr.com/photos/massimobarbieri/3185202042/</p></div>
<p>FB ermöglicht es meinen Schülern sehr bequem mit mir in Kontakt zu kommen. Gelegentlich nehmen das auch Eltern war. Aber alles, wo Schüler mich sprechen wollen, auch ganz wichtige Dinge, geschieht durch persönliche Nachrichten in FB. Als Realschulzweigleiter organisiere ich auch die Abschlussprüfungen im 10. Schuljahr des Realschulzweiges. Viele kleinere organisatorische Fragen und Informationen habe ich über FB abgewickelt, zum Beispiel wann wer wo ihre Präsentationen zur mündlichen Prüfung üben konnten.</p>
<p>Ehemalige Schüler nannten mich mal den FB-Teacher &#8211; ich fühlte mich geschmeichelt.</p>
<p>FB ist einfach ein soziales Netz, in dem Schüler schon &#8222;drin&#8220; sind, dass ist alles. Spezielle Szenarien, wie z. B. das Aufsetzen eines speziellen Netzwerkes wie <a title="Mahara" href="http://www.mahara.org" target="_blank">Mahara</a>, dass ein viel besseren Schutzraum und technische Möglichkeiten für intuitives E-Portfolio bietet sind meiner Ansicht nach viel besser und zu fördern.</p>
<p>Mein vorläufiges <strong>Fazit</strong>: bei allen Bedenken vieler Datenschützer im Umgang mit FB, es gibt verschiedene Lernszenarien, da kann und sollte FB eine Rolle spielen. Wichtig ist mir nur, dass Lehrende, also konkret Lehrkräfte in der Schule FB nicht einfach den Schülern als Spielwiese (im schlimmsten Fall als Mobbing-Spielwiese) überlassen. Wie häufig habe ich schon das Statement von Schülern gehört: &#8222;Du weißt aber, dass hier (in FB) auch Lehrer sind, oder?&#8220; gehört. Das freut mich.</p>
<p>Ach, und zuletzt, was soll dieser Hashtag #opco11 ? Ganz einfach: im Rahmen vom <a title="opco11" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/" target="_blank">Opencourse 2011</a> &#8222;Zukunft des Lernens&#8220; ist dies mein bescheidener Beitrag aus der Schulpraxis, noch ganz ohne einem wissenschaftlichen Hintergrund. In der <a title="Woche 2" href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/agenda/woche-2/" target="_blank">2. Woche</a> vom 9. bis 15. Mai 2011 lautet das Thema &#8222;Nicht ohne meine Community! Social &amp; Networked Learning&#8220;.</p>
<p>Erfahrungen und Gedanken anderer Kollegen, die auch ganz praktisch Facebook im Schulalltag als Medium für den Unterricht einsetzen (und zwar nicht nur als Beispiel zur Medienerziehung) würde ich gerne hören. Bitte schreibt mir hier oder woanders.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://widerspiegel.wordpress.com/category/opco11-2/'>#opco11</a> Tagged: <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/facebook/'>Facebook</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/mahara/'>Mahara</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/online-communities/'>Online Communities</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/opco11/'>opco11</a>, <a href='http://widerspiegel.wordpress.com/tag/social-networking/'>Social Networking</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/widerspiegel.wordpress.com/357/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/widerspiegel.wordpress.com/357/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=widerspiegel.wordpress.com&amp;blog=13528235&amp;post=357&amp;subd=widerspiegel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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